Anleitungen & Schnittmuster Oberteile

- alle Angaben ohne Nahtzugaben -


Einfaches Top

Einfaches Spaghettiträgertop

Pixie Top

Manteltop

Ikarus Bondagetop

Stulpenshirt

Lochstrickpulli

Spitzenoberteil / Pirate

Volantshirt

Körbchenoberteil

Karopulli

Smoktop

Spinnennetztop

 


Einfaches Top

Einfache Tops, bestehend aus Vorder- und Rückseite, meistens mit Brustabnähern. Material stretchig. 1/2 m.

Das Top:

Schema Oberteil

Angaben für stretchige Stoffe. Daher habe ich vom normalen Brustumfang, Taille und Saumumfang noch mal 10 cm abgezogen. Bei weniger stretchigen Stoffen wird entsprechend weniger von den eigentlichen Maßen abgezogen.

Breitenangaben:
27 = Maß von Trägerende zu Trägerende (Trägerbreite = 5 cm)
37,5 = 1/2 Brustumfang - 5cm
30 = 1/2 Taille - 5cm
37,5 = 1/2 Saumumfang - 5cm
Bei nicht-stretchigem Stoff wären die Breitenangaben: 1/2 Brustumfang = 42,5; 1/2 Taille = 35; 1/2 Saumumfang = 42,5

Längenangaben:
22 = Länge von Trägerende bis Brustmitte
6 = Höhe des Ärmelausschnittes. Lasst das in einem Rundbogen laufen.
17 = Länge von Brustmitte bis Taille
13 = Länge von Taille bis Saumabschluss

Vorder- und Rückenteil zuschneiden. Vom 37,5 bis 37,5 zunähen. Ausschnitt zurechtschneiden und säumen (möglicherweise noch Abnäher machen). Ärmelausschnitt möglicherweise korrigieren und dann säumen.

Bei dem Reflektor-Cross-Top habe ich Vorder- und Seitenteile aus Satin (der nicht stretchig ist) gemacht. Da ich auf einen Reißverschluss verzichten wollte, habe ich die Breitenangaben um 5cm pro Seite (also insgesamt 20 cm) gekürzt und statt dessen einen stretchigen Stoff (Piqué) an die Seite genäht. So besteht das Top aus Piqué-Satin-Piqué und somit insgesamt aus 6 Teilen. Dazu habe ich noch Abnäher reingesetzt.

Nach Belieben verzieren, z.B. mit einem Kreuz aus Reflektorstreifen (5,19 für 150x2 cm bei Real), Stoffmalerei oder einer Lacklilie (umrandet mit Fun&Fancy Glitter)...


Einfaches Spaghettiträgertop

Material: 0,5m dehnbarer Stoff, elastisches Einfassband 2m. Grafiken sind in Originalgröße.

Schnitt Vorne. Schnitt Hinten.

Und hier noch der Schnitt direkt zum Ausdrucken auf A4: Schnitt vorne oben, Schnitt vorne unten, Schnitt hinten oben, Schnitt hinten unten.

Vorder- und Rückteil je einmal im Stoffbruch zuschneiden. Seitennähte schließen und versäubern, Nahtzuhaben zurückschneiden. Untere Abschlusskante mit Zick-Zack-Stich säumen. Beim Ausschnitt und Ärmelloch brauchen wir keine Nahtzugaben.

Ein elastisches Einfassband ist ein gummiartiges Band, das in der Mitte gefalzt ist. Das Band wird also in der Mitte geknickt und dazwischen liegt der Stoff. Ihr könnt so eine Art Band auch aus dem Stoff selbst machen. Am besten im schrägen Fadenlauf, dann geht es besser um die Kurven, braucht aber auch mehr Stoff. (Einfassband selbst gemacht.)

Das Einfassband mit der Länge des vorderen Ausschnittes (44cm) auf das Vorderteil stecken. Dafür erst das Einfassband halbieren und die Mitte auf die vordere Mitte des Ausschnittes stecken. Dann das Einfassband gleichmäßig bis zu den Seiten feststecken und dann nähen - und zwar nur der obere Ausschnitt, nicht das Ärmelloch.

Dann das Einfassband mit der Länge des hinteren Ausschnittes + 2x Trägerlänge (129cm) der Länge nach halbieren und die Mitte auf die hintere Mitte des Ausschnittes stecken. Dann das Einfassband gleichmäßig über die Seiten und das Ärmelloch feststecken, das Band fasst die Enden des vorderen Einfassbandes ein und wird dann zum Träger. Den Träger je bei 1/4 hinterer Ausschnittlänge feststecken. Nähen.

Fertig.


 

Das Pixie Top

 

Material: schwarzer, querelastischer Samt, Verbrauch ca. 1,5m. Hat bei Karstadt 10 €/m gekostet. Druckknöpfe. Kordel.

Teil A wird 2x zugeschnitten.

Schema Oberteil

Linke Seite:
14 = Abstand Schulter bis Brust - 6cm (Rundung Ärmelloch)
20 = Abstand Schulter bis Brust
16 = Abstand Brust bis Taille
15= Abstand Taille bis Saum
6 = Rundung Ärmelloch
7,75 = (1/2 Brust - Abstand Schulter bis Schulter):2

Rechte Seite:
28 = Abstand Schulter bis Schulter
43,5 = 1/2 Brustumfang
34,5 = 1/2 Taillenumfang
40 = 1/2 Saumumfang

Schema Ärmel: 2x. Die Länge ist vom Ärmelansatz, bis halbe Handfläche oder länger. Die Breite ist der Oberarmumfang plus Platz zum Bewegen. (ca. 20 cm)
 

Schema Kapuze: 1x so und 1x spiegelverkehrt. Ich habe einfach eine gut sitzende Kapuze abgezeichnet und das Hals-Ende verlängert (etwas breiter und länger, da es ja in den Ausschnitt gesteckt wird). Die Länge ist vom Hals bis zum Kopfende plus ein paar cm zum in den Ausschnitt stecken und Bequemlichkeit.  Die Breite ist 1/2 Kopfumfang bzw. von der Ausschnitt-Spitze bis zum Ausschnitt-Ende hinten. Der Zipfel geht mir bis zum halben Rücken, wenn ich die Kapuze trage.
 

Jetzt geht es ans Zusammennähen.

Ich habe erst mal Teil A vorne und hinten zusammengenäht. Dabei natürlich die Ärmellöcher offen gelassen.

Dann kamen die Ärmel dran. Besser nach eurer Methode. Ich hab da wie gesagt immer Probleme mit. Meine Ärmel-Enden laufen spitz zu.

Nun habe ich die beiden Kapuzenteile zusammengenäht (auf dem Bild die Nähte rechts außen), dabei einen Tunnel für ein Bändchen gelassen.

So, nun habe ich in Teil A den Ausschnitt gemacht. Das ist bei mir eine Mischung aus Rundhals- und V-Ausschnitt. Genau passend für meine Kapuze. Dann innen im Ausschnitt die flachen Teile der Druckknöpfe angebracht, auf die Kapuzenenden die anderen. Zusammengesteckt.

Fertig.
 


Manteltop

Material: violett-schwarzer, stretchiger Nicki-Samt (5€/m). 4 silberne Schnallen von Karstadt für insgesamt 4-5€. Das Top ist im Grunde eine bodenlange Weste.

Das Manteltop besteht aus drei Teilen. Einem Rückenteil und 2 Vorderteilen.

Schema Rückenteil: 1x
a) Größe Rückenausschnitt = bei mir 15 cm)
b) Breite von Träger zu Träger = bei mir 25 cm)
c) Oberweite : 2 - 5cm = 42,5 cm
d) Taille : 2 - 5cm = 36,5 cm
e) Hüftumfang : 2 - 5cm = 46 cm
f) Saumumfang : 2 = 65 cm

Länge von a) nach c) = 19 cm
Länge von c) nach d) = 17 cm
Länge von d) nach e) = 20 cm
Länge von e) nach f) = 75 cm

Schema Vorderteil: 1x so und 1x spiegelverkehrt (also die Hälfte vom Rückenteil)
c) Oberweite : 4 - 2,5cm = 21,5 cm
d) Taille : 4 - 2,5cm = 18,25 cm
e) Hüftumfang : 4 - 2,5cm = 23 cm
f) Saumumfang : 4 = 32,5 cm

Länge von c) nach d) = 17 cm
Länge von d) nach e) = 20 cm
Länge von e) nach f) = 75 cm

Zuschneiden und zusammennähen und säumen. Ich habe in den Saum noch Vliesline reingepackt. Jetzt habt ihr eine Weste, die man aber nicht zumachen kann.
 

Zu den Schließen kommen wir jetzt. Dazu brauchen wir:

Schema Schließenunterlegung. 2x ein einfaches Rechteck. Damit habe ich die Schließen unterlegt. Daher ist das Rechteck so lang, wie die Distanz zwischen den Verschlüssen ist. Bei mir sind das ca. 18 cm. Es ist etwas breiter als meine Schließen lang sind. So, diese Teile hab ich auch gesäumt.

Auf dieses Rechteck kommen dann die Schließen. Meine Schließen sind lange Verschlüsse, die um ein Metall-Viereck durchgezogen werden und dann "einrasten".

Um die vier Metallvierecke habe ich noch einen Stoffrest genäht. Dann den Stoffrest mit dem Metallviereck auf die linke Seite vom Stoffrechteck aufnähen. Das sieht dann ungefähr folgendermaßen aus:

Die langen Verschlüsse werden auf das andere Stoffrechteck genäht. Achtet darauf, dass sich Metall-Viereck und langer Verschluss genau gegenüberliegen. Auf die linke Seite des Stoffrechtecks (also da, wo die Verschlüsse aufgenäht sind), habe ich noch Vliesline angebracht.

Die beiden Stoffrechtecke mit den Verschlüssen werden jetzt an den Vorderteilen der Weste angebracht. Und zwar: Stoffrechtecke von unten, linke Seite auf linke Seite, auf der Höhe, wo die Schließen sein sollen. Dadurch sind die "linken Seiten" der Verschlüsse komplett von Stoff bedeckt. Näht die Rechtecke fest - an der Verschluss-Seite möglichst nah beim Rand, so sieht man nicht mehr, dass da eine Lage Stoff mehr ist.

Nun noch Abnäher rein (das sind die beiden gestrichelten Linien unterhalb von c) in der ersten Zeichnung.

Fertig.


Ikarus Bondagetop

Material: stretchiger, halbdurchsichtiger weicher Stoff, Lackstoff (aufgedämpfte Folie), Lederimitat, Ketten, 7 D-Ringe, 8 kleine Schlüsselringe oder wahlweise Karabinerhaken, Hohlnieten, Schnur zum Schnüren

Das Ikarus Bondagetop besteht aus einem ärmellosen, halbdurchsichtigen Top, welches an der Schulter ein Patch mit D-Ring hat. Dazu kommen ein Halsband, zwei Armbänder und zwei Handgelenk-Bänder aus Lack mit Lederimitat und D-Ringen (geschlossen per Schnürung, da nichts anderes zu Hand war).

Vom Halsband führt einen Kette zur Schulter. Von da aus eine zum Oberarm und dann noch eine zum Handgelenk. Außerdem habe ich durch die D-Ringe eine Streifen vom Stoff (vom Top) gezogen.
 

Schema Top:

Das Top ist stretchig. Daher habe ich vom Brustumfang, Taille und Saumumfang noch mal 10 cm abgezogen.

Breitenangaben:
27 = Maß von Trägerende zu Trägerende
37,5 = 1/2 Brustumfang - 5cm
30 = 1/2 Taille - 5cm
37,5 = 1/2 Saumumfang - 5cm
Bei nicht-stretchigem Stoff wären die Breitenangaben: 1/2 Brustumfang = 42,5; 1/2 Taille = 35; 1/2 Saumumfang = 42,5

Längenangaben:
22 = Länge von Trägerende bis Brustmitte
6 = Höhe des Ärmelausschnittes. Lasst das in einem Rundbogen laufen.
17 = Länge von Brustmitte bis Taille
13 = Länge von Taille bis Saumabschluss

Vorder- und Rückenteil zuschneiden. Vom 37,5 bis 37,5 zunähen. Ausschnitt zurechtschneiden und säumen. Ärmelausschnitt möglicherweise korrigieren und dann säumen.
 

Schema Tuch: Nun messt ihr mal aus, wie lang der Abstand von Mitte Schulter bis Handgelenk ist. So lang +etwas wird das Tuch, was nachher durch die D-Ringe durchgezogen wird. Wie breit es werden soll, müsst ihr selber gucken. Lasst das Tuch nach oben hin schmaler werden. In den schmalen Bereich macht ihr ein Loch. Nachher zieht ihr das Tuch dann durch den D-Ring, dann zieht ihr das Tuch-Ende durch das Loch und schon ist das Tuch sicher befestigt.

Schema Lackbänder: Die Länge der Bänder richtet sich nach meinem Umfang minus ein paar cm für die Schnürung.

1x Halsband: Länge = 31cm / Breite = 4cm

2x Oberarmband: Länge = 24,5cm / Breite = 6cm

2x Handgelenkband: Länge = 14,5cm / Breite = 6cm

2x Patches für dir Schulter: Breite = etwas kleiner als Trägerbreite / Länge = Breite

Da mein Lack nicht sonderlich stabil ist, habe ich ihn noch von der Gegenseite mit Lederimitat verstärkt. Da könnt ihr natürlich auch anderen Stoff für nehmen. Den schneidet ihr genau wie die Lackbänder zu, nur jeweils etwas größer, da ich mit dem Leder meinen Lack sozusagen gesäumt habe. Wenn ihr euren Verstärker Stoff nicht sichtbar haben wollt, müsst ihr halt den Lack etwas größer machen, und den Verstärkerstoff kleiner.

So sieht ein Band nachher aus:

Ihr schneidet aus Stoff (ich habe Lederimitat gewählt) einen Streifen aus, der so breit wie der D-Ring und so lang wie das Band ist. Damit näht ihr den D-Ring am Band fest. Ich habe dazu 4 Nähte gemacht. 2 direkt am D-Ring und zwei nochmal in kurzem Abstand dadrüber.

Dann habe ich den Lack auf das Leder gelegt, das überstehende Leder umgeklappt (so dass die schöne Seite vom Lederimitat auf dem Lack zu sehen ist) und auf dem Lack festgenäht.

Jetzt kommen nur noch die Nieten in das Band und schon ist es fertig zum Schnüren (natürlich nicht in die Schulter-Patches).

In die Patches, Arm- und Handgelenksbänder habe ich einen D-Ring befestigt. Im Halsband habe ich 3 D-Ringe angebracht. Einen links am Hals, einen rechts und einen in der Mitte.

Die Patches näht ihr da fest, wo eure Schulter im Top wäre. Also über die obere Trägernaht und etwas nach vorne hin. Das "D" ist dabei parallel zu den anderen "D"s (also die D-"Spitze" zeigt dabei nicht zur Brust, sondern zur Seite)

Befestigt nun das Tuch an den D-Ringen der Schulter-Patches und zieht es dann durch die Ringe vom Oberarm- und Handgelenksband. Unten braucht ihr das eigentlich nicht zu befestigen.


Kette:

So, nun fehlt nur noch die Kette. Dazu braucht ihr:
2x Länge von Halsband zu Schulter
2x Länge von Schulter bis Oberarmband
2x Länge von Oberarmband zu Handgelenksband

Ihr könntet da sicher auch eine Lange Kette von Halsband zum Handgelenk machen, aber variabler fand ich das schöner.

Jetzt komme ich zu den Schlüsselringen. Eigentlich hätte ich lieber Karabinerhaken gehabt, aber die gab es nur in riesig. Die Schlüsselringe dienen dazu, die Ketten an den D-Ringen zu befestigen.

Das Ergebnis sieht dann so aus (Ring = Schlüsselring):
Ring - Kette Halsband/Schulter - Ring - Kette Schulter/Oberarm - Ring - Kette Oberarm/Handgelenk - Ring

Nun werden nur noch die Schlüsselringe in die D-Ringe eingefriemelt.

Fertig.


Stulpenshirt

 

 

 

 

 

 

Einfaches T-Shirt mit Ärmeln. Der Clou sind die Stulpen, die via Hosenträgerschnalle (siehe Photo) am Ärmel der Shirts angeklipst werden.

Material: 1m dehnbarer Stoff. Mein Sweatshirtstoff hat 5€/m gekostet. Die zwei Hosenträgerschnallen (wir brauchen 2 Schnallen) bekommt man, wenn man entweder Hosenträger kauft (ca. 8€, dafür aber 4 Schnallen) oder sich ähnliche Klipse z.B. bei Karstadt besorgt.

Zuerst schneiden wir das Shirt ohne Ärmel zu. Dafür messt ihr euer eigenen Maße nach und übertrag sie in das Schema, dann schneidet ihr das 2x zu.  Bei meinem Stoff habe ich vom Umfang noch mal 3cm abgezogen, da der Stoff dehnbar ist.

Schema Oberteil

Die schwarzen Maße:
19 = Ausschnittbreite
8 = Breite Ausschnittende bis Mitte Schulter
6 = Abstand Brustmitte bis Trägerbreite (das soll ja nicht gerade hoch gehen)
12 = Tiefe Ausschnitt
20 = Abstand Schulter bis Brustmitte
19 = Abstand Brustmitte bis Taille
19 = Abstand Taille bis Saumende
Die grünen Maße:
35 = Breite Schultermitte bis Schultermitte
41,5 = 1/2 Brustumfang
33,5 = 1/2 Taillenumfang
42 = 1/2 Saumumfang

Photo Stoffschnitt 1, Photo Stoffschnitt 2

Seitennähte von Saumende bis kurz vor Brustmitte schließen, Träger zusammennähen, anprobieren. Notfalls ändern, wenn es irgendwo zu weit ist. Ausschnitt ausschneiden (bei mir vorne 12cm, hinten 8cm). Ausschnitt und Bund säumen.

Schnitt Ärmel. Nun brauchen wir noch die Ärmel. Klickt auf das Bild, dann wird das in Originalgröße angezeigt. Am besten nehmt ihr dafür die Maße eines gut sitzenden Shirts mit vergleichbarem Stoff.

Stoffbruch heißt, dass ihr den Stoff umklappt (also dass er rechts auf rechts liegt). Dann zeichnet ihr den halben Ärmel auf und schneidet ihn außen durch beide Stoffbahnen durch aus. Oben nicht durchtrennen.

Das Annähen von Ärmeln ist etwas kniffliger und ich habe eine eigene Methode entwickelt. Bei Natron und Soda wird noch eine andere Methode beschrieben. Hier meine Methode. Sowohl die Seitennaht vom Shirt ist an der Ärmelöffnung noch offen als auch die Naht des Ärmels. Ich nehme mein Shirt auf links und lege den Ärmel (auf rechts) in des Ärmelloch des Shirts nach innen (. Man kann es berühren sich also die guten Seiten von Shirt und Ärmel) den Ärmel also nicht mehr wirklich sehen. Dann wird der Ärmel festgenäht, die Seitennaht vom Shirt und die vom Ärmel geschlossen. Eine andere Methode von mir ist es, den Ärmel nicht nach innen zu stecken, sondern außen zu lassen (dann natürlich auch auf links, genau wie das Shirt), mit Stecknadeln festzustecken und dann zu nähen.

Wenn ihr das geschafft habt: Anprobieren. Sitz der Ärmel? Gut, dann Säumen. Herzlichen Glückwunsch, ihr habt ein T-Shirt!

Schema Stulpen. Dann braucht ihr noch die Stulpen. Ich trage meine gerne etwas lockerer und habe den Umfang meines Arms an der stärksten Stelle gemessen.
24,5 = Armumfang
37 = Länge der Stulpe
Ihr klappt den Stoff rechts auf rechts entlang der 37 und näht den Stoff so zu einer Stulpe zusammen. Säumen.

Dann scheidet ihr Stoffrechtecke aus (säumen!), die so breit sind, dass sie durch die Schlaufe vom Klipverschluss passen. Ihr zieht das Rechteck durch den Metallbügel vom Verschluss und näht das Rechteck ganz nah am Saum der Stulpe innen fest (oben, also nicht da, wo die Naht ist), dann noch mal etwas weiter vom Saum weg festnähen. Zwei Nähte sollten reichen um den Verschluss zu sichern. Das ganz macht ihr nun auch an der anderen Stulpe.

Nun braucht ihr nur noch das Shirt und Stulpen anzuziehen und die Stulpen via Verschluss am Shirt festmachen. Nun könnt ihr euer Shirt beim Tanzen vorführen - und die Stulpen halten. Und wenn euch zu warm wird, verschwinden die Stulpen einfach in der Tasche.


Lochstrickpulli

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Einfacher Pulli aus einem luftigen Stoff mit ausgestellten Ärmeln.

Material: Lochstrick für 1€/m im Schlussverkauf

Zuerst schneiden wir das Shirt ohne Ärmel zu. Dafür messt ihr euer eigenen Maße nach und übertrag sie in das Schema, dann schneidet ihr das 2x zu. Mein Stoff ist dehnbar, daher brauche ich keinen Reißverschluss oder Ähnliches. Dann die Seitennähte schließen, den Ausschnitt könnt ihr auch schon mal festlegen.

Schema Oberteil

Linke Seite:
14 = Abstand Schulter bis Brust - 6cm (Rundung Ärmelloch)
20 = Abstand Schulter bis Brust
16 = Abstand Brust bis Taille
15= Abstand Taille bis Saum
6 = Rundung Ärmelloch
7,75 = (1/2 Brust - Abstand Schulter bis Schulter):2

Rechte Seite:
28 = Abstand Schulter bis Schulter
43,5 = 1/2 Brustumfang
34,5 = 1/2 Taillenumfang
40 = 1/2 Saumumfang

Schnitt Ärmel. Nun brauchen wir noch die Ärmel. Klickt auf den Schnitt, dann wird das in Originalgröße angezeigt. Am besten nehmt ihr dafür die Maße eines gut sitzenden Shirts mit vergleichbare dehnbarem Stoff.

Stoffbruch heißt, dass ihr den Stoff umklappt (also dass er rechts auf rechts liegt). Dann zeichnet ihr den halben Ärmel auf und schneidet ihn außen durch beide Stoffbahnen durch aus. Oben nicht durchtrennen.

Das Schema oben ist für einen kurzen T-Shirt Ärmel. Das Prinzip bleibt aber das gleiche, nur die Länge ändert sich und sieht dann ungefähr so aus:

Schema lange Ärmel

19 = 1/2 Ärmelumfang
29 = Länge Achsel bis Ellenbogen
32 = Länge Ellenbogen bis Ärmel-Ende
20 = 1/2 Bundumfang des Ärmels

Dies wird nun zwei mal ausgeschnitten und dann an das Ärmelloch angenäht. Nähte schließen.

Nun muss nur noch gesäumt werden.

Fertig.


Spitzenoberteil

Variation1)   Variation2)
 

Oberteil aus dehnbarer Spitze mit Chiffon-Ärmeln inkl. Bündchenabschluss á la Piratin. Material: 1m dehnbare Spitze (ca. 6€), 1m Chiffon (ca. 3 €), 1 breites schwarzes Gummi

 

Oberteil aus dehnbarer Spitze, mit Spitzenärmeln und Bündchenabschluss aus Samt mit Ösen. Unterschiede zu Variation 1) Die Träger sind nur 2cm breit. Der Ausschnitt ist tiefer. Die Ärmel sind nur angesetzt und nicht durchgängig. Einfach das Schulterstück beim Ärmelzuschneiden weglassen, dann annähen (unter der Achsel). Da der Samt am Bündchen nicht dehnbar ist, wird das Bündchen mit Ösen und Band geschlossen (oder Knöpfen, wenn euch das lieber ist)

Zuerst schneiden wir das Shirt ohne Ärmel zu. Dafür messt ihr euer eigenen Maße nach und übertrag sie in das Schema, dann schneidet ihr das 2x zu. Mein Stoff ist dehnbar, daher brauche ich keinen Reißverschluss oder Ähnliches.

Schema Oberteil

Linke Seite:
14 = Abstand Schulter bis Brust - 6cm (Rundung Ärmelloch)
20 = Abstand Schulter bis Brust
16 = Abstand Brust bis Taille
15= Abstand Taille bis Saum
6 = Rundung Ärmelloch
7,75 = (1/2 Brust - Abstand Schulter bis Schulter):2

Rechte Seite:
28 = Abstand Schulter bis Schulter
43,5 = 1/2 Brustumfang
34,5 = 1/2 Taillenumfang
40 = 1/2 Saumumfang

Schnitt Ärmel. Nun brauchen wir noch die Ärmel. Klickt auf den Schnitt, dann wird das in Originalgröße angezeigt. Am besten nehmt ihr dafür die Maße eines gut sitzenden Shirts mit vergleichbare dehnbarem Stoff.

Stoffbruch heißt, dass ihr den Stoff umklappt (also dass er rechts auf rechts liegt). Dann zeichnet ihr den halben Ärmel auf und schneidet ihn außen durch beide Stoffbahnen durch aus. Oben nicht durchtrennen.

Das Schema oben ist für einen kurzen T-Shirt Ärmel. Das Prinzip bleibt aber das gleiche, nur die Länge ändert sich und sieht dann ungefähr so aus:

Schema lange Ärmel

20 = 1/2 Ärmelloch
62 = Länge Ärmel
40 = 1/2 Bundumfang des Ärmels

Dies wird nun zwei mal aus Chiffon zugeschnitten und dann an das Ärmelloch angenäht. Bedenkt, dass der Chiffon nicht dehnbar ist, also macht das Ärmelloch im Zweifel lieber etwas weiter. Anprobieren. Nähte schließen.

Jetzt habt ihr ein Oberteil mit weitern Flatterärmeln. Für den Piratenabschluss messt ihr aus, wie weit das Bündchen werden soll. In entsprechender Länge schneidet ihr das Gummiband ab. Nun näht ihr das Gummiband am Chiffon fest. Achtet darauf, dass der Faltenwurf der dabei entsteht möglichst gleichmäßig ist.

Als Abschluss habe ich noch Spitze am Ärmel-Ende gemacht. Dazu scheidet ihr zwei Stück Spitze zu, die so lang sind wie der Bund und so zweimal so breit wie das Gummiband oder breiter.

Schema Bündchen 20 cm = Umfang Bündchen + Nahtzugabe ! 4,5 cm = Breite Gummiband x2 = 9cm + Nahtzugabe !

Zu einem Bund zusammennähen. Dann  klappt ihr am Spitzenstück  jeweils den Rand oben und unten jeweils ca. 1 cm zueinander um und näht das fest. Dann klappt ihr das Spitzenstück zusammen. Nun liegen 2x 1cm (eingeklappt) aufeinander. So in etwa

Ihr "schiebt" nun das Spitzenbündchen über das Chiffonbündchen. Dabei ist das Bündchen unten zu und oben offen. Dann werden die Bündchen festgenäht. Das dürfte jetzt nur noch per Hand machbar sein. Bild.

Alles Säumen.

Fertig.


Volantshirt

 

Mein Shirt besteht aus braunem Ausbrennersamt mit Ärmeln die bis zum Ellenbogen gehen. Dort sind Volants angebracht (nicht gefüttert). An den Säumen habe ich Schrägband  angebracht.

Material: 3m dehnbarer Ausbrennersamt (liegt bei mir weniger als 1,40m breit. Sonst bei meinen Maßen 2,50m). 2 Packungen Schrägband á 5m in dunkelbraun.

Zuerst schneiden wir das Shirt ohne Ärmel zu. Dafür messt ihr euer eigenen Maße nach und übertrag sie in das Schema, dann schneidet ihr das 2x zu. Mein Stoff ist dehnbar, daher brauche ich keinen Reißverschluss oder Ähnliches.

Schema Oberteil

Linke Seite:
14 = Abstand Schulter bis Brust - 6cm (Rundung Ärmelloch)
20 = Abstand Schulter bis Brust
16 = Abstand Brust bis Taille
15= Abstand Taille bis Saum
6 = Rundung Ärmelloch
7,75 = (1/2 Brust - Abstand Schulter bis Schulter):2

Rechte Seite:
28 = Abstand Schulter bis Schulter
43,5 = 1/2 Brustumfang
34,5 = 1/2 Taillenumfang
40 = 1/2 Saumumfang

Schema Ärmel: Nun messt ihr aus, wie lang der Abstand von Schulter zu Ellenbogen ist. Bei mir ist das 28. Mein Ärmelloch hat einen Umfang von 42 cm, daher 21cm im Stoffbruch. Dann messt ihr den Unfang des Ellenbogens (30 -> Im Stoffbruch 15). Nun schneidet ihr die Ärmel im Stoffbruch nach dem Schema zu.

Jetzt näht ihr Shirt und Ärmel zusammen. Meine Methode: Erst die Schulternähte, dann die Ärmel anbringen. Ärmelnaht schließen und direkt zum Saum von Shirt weiternähen. An der anderen Seite wiederholen. Messt noch mal aus, wie groß der Umfang des Ärmels am Saum ist. Sollten sich die Maße verändert haben ist das nicht schlimm, dann müsst ihr nur den Wert beim Zuschneiden der Volants berücksichtigen.

Schema Volants. Nun zu den Volants. Messt aus, wie lang die Volants vom Ellenbogen aus werden sollen. Meine gehen bis zum halben Handrücken (32cm). Ich hab meine nicht gefüttert. Wenn ihr das machen wollt, müsst ihr den Kreis mit Loch eben 4x statt 2x zuschneiden, je zwei Kreise mit zusammennähen und diese dann an den Ärmel anbringen. Erst mal die Daten

Umfang = Durchmesser x P ( Pi ist ungefähr 3,14)
Durchmesser = Umfang : P
Radius = Durchmesser : 2

Mein Ellenbogenumfang ist 30cm -> 30:Pi=9,55 (Durchmesser innerer Kreis):2= 4,77 (Radius inneres Kreis. Nun addiert ihr die gewünschte Länge der Volants und den Radius des inneren Kreises. 32+4,77=36,77. Das ist der Radius des gesamten Kreises. Zeichnet beide Kreise wie links im Schema auf und schneidet den inneren Kreis aus.

Am Einfachsten geht das Aufzeichnen meiner Meinung nach a) Stab nehmen, Länge markieren, vom Mittelpunkt aus ganz viele Punkte machen, diese verbinden; b) wenn ihr einen Stift nehmt, an diesen einen Faden bindet (Länge entsprechend des Radius) und den Faden direkt am Stoff mit einer Reißzwecke befestigt. Und dann zeichnen, darauf achten, dass der Faden immer schön gleich lang bleibt und sich nicht um den Stift wickelt.

Nun näht ihr die Volants an die Ärmel. Wenn ihr genau genäht habt, passt es auch.

Zum Schluss noch das Schrägband an den Säumen anbringen (oder ihr verstürzt den Ausschnitt und säumt normal). Fertig.

 


Körbchenoberteil

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Das Shirt besteht aus einem leicht durchsichtigen, dehnbaren Stoff. Es hat zwei Körbchen, die mit Satinband umrandet sind. Dort ist auch eine Schleife. Der Saum ist wellig. An der Rückseite des Oberteils ist eine Rüsche angebracht.

Material: dehnbarer Stoff, Satinband, Schleifchen, passender BH

Schema Oberteil.

Der Schnitt des Rückteils, ist wie der eines normalen Shirts von mir. Bei dem Vorderteil macht ihr Körbchenaussparungen (nehmt die Form und Größe von einem passenden BH [einfach abmalen]). In diese Aussparungen kommt dann das "Körbchen", welches auch gleichzeitig Träger ist. Meine Körbchen sind 1,5 mal so groß wie die eigentliche Aussparung. Vielleicht wäre weniger da mehr gewesen...

Also ich habe folgendermaßen genäht: Körbchen an Vorderteil. Rückteil an Vorderteil. Träger hinten an Träger vorne (von den Körbchen). Korrigieren (musste ich so einiges, daher die kryptische Anleitung). Dann kommt die Rüsche an das Rückteil. Die Originallänge der Rüsche ist der komplette Saumumfang - der dann passend auf die Hälfte gerafft wird. Annähen. Zum Schluss habe ich den Saum noch wellig versäubert (Dazu den Stoff stark dehnen, und über den Rand mit einem großen aber engen Zick-Zack Stich drübernähen). Satinband über die Naht von Körbchen zu Oberteil. Schleife annähen.

Fertig.


Karopulli

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Pulli aus schwarzem Jersey mit Karostoff an Bündchen, Saum und Schultern. Katzenapplikation auf der Brust.

Material: 1,5m Jersey, 0,5m Karostoff dehnbar, Gummi für den Ausschnitt, Katzenapplikation

Zuerst einmal habe ich festgelegt, dass der Karostoff überall 6cm breit sein soll. Dann habe ich das Schnittmuster für einen normalen Pulli entworfen und dann in der Zeichnung die Teile markiert, die später Karostoff werden sollen. Und immer mal wieder anprobieren nicht vergessen...

Schema Oberteil

Hier seht ihr den Aufbau von meinem Pulli. Den grünen Teil schneidet ihr zweimal zu. Das Karostück für die Schulter habe ich aus einem Teil genäht: also Breite=Schulterbreite, Höhe=2x6=12cm. Für das Karostück am Saum brauchen wir erst einmal die geschwungene Saumlinie vom Jersey-Stoff. Proportional zum Schwung zeichnet ihr im Abstand von 6cm die untere Saumlinie des Karostoffes. Diese "Banane" schneidet ihr 4x zu (1x vorne außen, 1x vorne innen, 1x hinten außen, 1x hinten innen). Näht jeweils zwei der Bananen an der unteren Saumlinie zusammen. Jetzt könnt ihr die Seitennähte von Banane 1 mit den Seitennähten von Banane 2 verbinden (außen an außen und innen an innen). Säumt die obere Saumlinie (innen und außen).

Näht das Karo-Schulterstück an den schwarzen Jersey, schließt dann die Seitennähte und fügt den Karosaum an den Jerseysaum an (Karo-Jersey-Karo ist die Stoff-Folge). Nun legt ihr den Ausschnitt fest.  Wie man sieht ist meiner 6cm tief (vorne und hinten). Ich habe den Ausschnitt noch mit einem Gummiband eingefasst.

Schema Ärmel, Schema Bündchen. Jetzt kommen die Ärmel - für mich immer das Schwierigste. Der Jersey-Teil des Ärmels wird im Stoffbruch zugeschnitten! Nehmen wir mal an, der Ärmel ist fertig und schon komplett am Oberteil befestigt. Fehlt nur noch das Bündchen aus Karostoff. Logischerweise ist das Bündchen so lang, wie ihr den Jersey-Ärmel enden lasst. Das Karobündchen ist 12cm breit (2x6cm). Säumt das Rechteck des Karobündchens und klappt es der Länge nach zusammen. Jetzt ist es noch 6cm breit und so lang wie der Jersey-Ärmel. Befestigt nun noch das Bündchen am Ärmel (Karo-Jersey-Karo ist die Stoff-Folge) und schon seid ihr fertig. Fast vergessen: Applikation noch festbügeln/-nähen.


Smoktop

Top aus leichtem Baumwollstoff mit Smokdetail an der Taille und Gummizug am Ausschnitt.

Material: 120x70cm leichter Stoff, Gummifaden, Gummiband, Kräuselfuß (geht auch ohne)

Schema Oberteil

Das Schnittmuster ist dem eines Carmenoberteil sehr ähnlich, nur dass es hier keine Ärmel gibt. Mein Stoff ist nicht dehnbar, daher ist der Umfang des Oberteils etwas größer als mein Oberkörperumfang (in meinem Fall etwas mehr als Schulterumfang -> breite Schultern). Ihr zeichnet einen Kasten mit der Breite = 1/2 Oberkörperumfang und Länge=Schulter bis Saum. Dann zeichnet ihr noch ein, wo in etwa die Ärmellöcher anfangen. Oben ist das Top 8cm schmaler. Nun noch den Ausschnitt etwas runder gestalten. Jetzt sollte eure Form in etwa so wie die dicken grünen Linien aussehen. Schließt die (schmalen) Schulternähte und die Seitennähte des Oberteils. Näht dann am Ausschnitt einen Tunnel und zieht da durch das Gummiband. Schaut selbst, wie lang ihr das Gummiband und somit den tatsächlichen Ausschnitt haben wollt. Korrigiert nun gegebenenfalls den Ärmelausschnitt und säumt diesen und auch den Saum des Shirts. Das wäre eine Carmenbluse ohne Ärmel.

Der Smokpart: Markiert auf der schönen Seite des Stoffes (also von außen) mit Kreide Linien im Abstand von 1cm ab Höhe Unterbrust (oder ein paar cm tiefer). Legt nun den Gummifaden in die Unterfadenspule, Garn in Farbe des Oberteils als Oberfaden und setzt den Kräuselfuß ein. Es geht es auch ohne Kräuselfuß, aber das hab ich nicht getestet. Mehr dazu hier. Näht genau auf der Linie (ihr seht nur den Oberfaden, der Gummifaden bleibt auf der linken Seite des Stoffes).

Damit die Gummifäden gesichert werden, habe ich die Seitennähte noch mal nachgesteppt. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, erst zu smoken und dann erst die Seitennähte zu schließen. Aber ich hatte keine Kreide und musste die parallelen Linien freihand nähen. Daher hätte ich wohl nie den Anschluss von Voder- nach Rückseite getroffen.

Hier eine Mail-Ausschnitt von Sandra: "Ich wollte Dir nur mal was zum Thema smoken mailen. ich mach das anders als von Dir beschrieben, weil ich keinen Kräuselfuß habe. Erst nähe ich entlang der eingezeichneten Linie mit einem kleinen lang gezogenen Zickzackstich rundum eine Naht(mit stofffarbenem Garn natürlich), und ziehe dann den Gummifaden auf der linken Stoffseite per Hand ein. Das Kräuseln muss man zwar nach Gefühl machen, es geht aber ganz gut so. Diese Variante könntest Du ja vielleicht mit in die Smokeanleitung integrieren, es ist für Nähanfänger vielleicht leichter so."

Fertig.


Spinnennetztop

Dieses Oberteil besteht aus Nickisamt und Spinnenetzstoff.

Material: 1/2m Nickisamt (dehnbar), 1/2-1m (besser ist dehnbare) Spitze oder ähnliches

Schnitt Vorderteil unten, Schnitt Vorderteil oben, Schnitt Rückenteil unten, Schnitt Rückenteil oben, Schnitt Ärmel.

Die Schnitt-Teile sind in Originalgröße (für Gr. 36/38). Der Ärmel muss verlängert werden.

 

Anleitung für den Fall, dass beide Stoffe dehnbar sind:

Zuerst schneidet ihr "Rückenteil unten" und "Vorderteil unten" im Stoffbruch aus dem Nickisamt. Dann schneidet ihr "Rückenteil Spitze" und "Vorderteil Spitze" im Stoffbruch und den verlängerten Ärmel einmal so und einmal spiegelverkehrt aus dem Spinnennetzstoff zu.

Dann näht ihr "Rückenteil unten" an "Rückenteil Spitze" und "Vorderteil unten" an "Vorderteil Spitze". Dabei dürft ihr den Stoff nicht dehnen, sonst wird die Naht wellig. Versäubert die Nahtzugabe (Zick-Zack-Stich). Bügelt die Nahtzugaben nach innen (unten) und näht von außen noch einmal über die Nahtzugabe und fixiert sie so.

Nun schließt ihr die Seiten- und Schulternähte. Anschließend könnt ihr schon mal den Ausschnitt und den Saum des Shirts (meiner ist mit einem engen Zick-Zack bei gedehntem Stoff wellig) machen.

Ärmel: da wo die Punkte sind muss der Ärmel nachher eingehalten werden. Dafür nähe ich die Strecke mit Heftstichen bzw. dem Kräuselfuß (da kann man einfach am Unterfaden ziehen und der Stoff schiebt sich zusammen). Näht die Ärmel an der langen Ärmelnaht zusammen. Dann wendet ihr den Ärmel auf rechts und setzt ihn in des Ärmelloch des Tops (auf links gewendet). Die Mitte des Ärmels trifft auf die Schulternaht, die Markierung 4 vom Ärmel trifft auf Markierung 4 vom Vorderteil. Bis zu der gepunkteten Linien des Ärmels setzt ihr den Ärmel ohne zu dehnen in des Ärmelloch des Tops ein. Das was nun an Weite vom Ärmel zu viel ist wird eingehalten, indem man am Unterfaden der Kräuselnaht zieht. Mehrweite gleichmäßig verteilen. Festnähen. Ärmel säumen.

 

Anleitung für den Fall, dass der obere Stoff nicht dehnbar ist:

Schneidet das "Rückenteil oben" nicht im Stoffbruch, sondern einmal wie im Bild und einmal spiegelverkehrt zu. Das Oberteil wird dann im Rücken über Haken-und-Auge geschlossen. Näht beide "Rückenteile oben" an das eine "Rückenteil unten" und fahrt fort wie in der Anleitung oben.

Fertig.


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