Anleitungen & Schnittmuster Röcke

- alle Angaben ohne Nahtzugaben -


5-Bahnen-Rock & 5(6)-Bahnen-Rock

Aschenputtel-Rock

Bananenrock

Einfacher Rock

Hexenrock

Irischer Rock (auch mit Taschen)

Petticoat

Rock mit "Keilen"

Schnür-Cord-Rock

Skull Skirt

Stufenrock (drei Stufen oder vier Stufen)

Tanzröckchen

Tellerrock (mit Sattel und ohne, Taschen, Westernrock Variante)

Tüllrock

Tüll-Lack-Rock

 


Einfacher Rock

Einfache Röcke bestehend aus Vorder- und Hinterseite. Teilweise mit Abnäher. Stretchiger Stoff oder wahlweise Schnürung bzw. Reißverschluss. Ca. 1/2 m.

Schema Rock.

Grüne Maße = Breitenangaben
38 = 1/2 Bund (also da, wo der Rock sitzen soll)
44 = 1/2 Hüftumfang
53 = 1/2 Saumumfang (je länger der Rock, desto weiter sollte er sein)

Rote Maße = Längenangaben
17 = Länge von Bund bis Hüfte
27 = Länge von Hüfte bis Saum (das ist die Länge vom Rock vom Ensemble)

Bei stretchigen Stoffen kann man die Breitenangaben noch reduzieren, bei nicht stretchigen Stoffen sollte man noch ein paar Zentimeter dazutun (sonst kann man sich nicht bewegen).

Das Ganze zwei mal zuschneiden und an den Seitennähten zusammennähen. Bei sehr stretchigen Stoffen kann man auf einen Gummizug im Bund verzichten (<- Samtmini), bei stretchigen oder weichen Stoffen machen ich einen Gummizug in den Bund, bei nicht-stretchigen und relativ steifen Stoffe sollte man einen Reißverschluss einsetzen (z.B. in die Seitennaht) oder wie beim Schaffell-Imitat-Rock eine Schnürung..

Der Kreuz-Rock funktioniert auch noch obigem Muster. Nur ist er länger, hat zwei Seitenschlitze und einen Reißverschluss auf der linken Seite.

Die Kreuz-Form gibt es hier

 


Rock mit "Keilen"

Rock aus 8 Bahnen mit "Keilen"

Material: dehnbarer Stoff, Gummiband.

Schema Rock

Das Schema schneidet ihr 8mal aus dem Stoff zu. Die Maße sind immer die gleichen: 1/8 Taille, 1/8 Hüftumfang, Gesamtlänge und im rechten Winkel unten ein paar Zentimeter mehr für den "Keil", ca. 6cm würde ich sagen. Mein Rock ist aus Pannéesamt. Die unterschiedlichen Farben des Rockes liegen an er von mir nicht beachteten Webrichtung.

Näht alle Seiten zusammen, dann versäubert ihr die Nähte und säumt den Rock.  Schaut mal, wie der Rock jetzt sitzt, oder ob ihr vielleicht noch Abnäher in ein paar Nähte machen müsst. Versäubert die Nahtzugabe am Bund und klappt sie dann nach innen um. Näht sie so fest, dass ein Tunnel für das Gummiband entsteht. Lasst ein paar Zentimeter offen. Befestigt eine Sicherheitsnadel am Gummiband und zieht das Gummiband so durch den Tunnel. Schneidet es bei der entsprechenden Länge ab und näht die Enden zusammen (darauf achten, dass es nicht verdreht ist). Schließt die Lücke die ihr eben offen gelassen habt.

Sollte euer Stoff nicht so dehnbar sein wie Pannéesamt, könnt ihr in eine Seitennaht natürlich noch einen Reißverschluss einnähen.

Fertig.


Schnür-Cord-Rock

Material: brauner, leichtelastischer Cord. Hat als Reststoff 3 € gekostet.

 

 

 

 

Also, zuerst habe ich ausgemessen, wo der Rock sitzen und wie lang er werden soll. Bei mir sitzt er etwas hüftig und geht fast bis zu den Knien.

Dann habe ich die Maße für einen zwei-Bahnen-Rock auf den Stoff übertragen. Das sind bei mir

1/2 Taille (da wo der Rock sitzt): 36 cm
ca. 13 cm tiefer/ 1/2 Hüfte: 46,5 cm

Der Rock ist ab der Hüfte gerade geschnitten und insgesamt 48 cm lang. Das ganze also zweimal ausschneiden und rechts auf rechts zusammennähen. Jetzt kommt man natürlich nicht mehr rein. Daher statt Reißverschluss und Abnähern die unterlegte Schnürung. Die habe ich folgendermaßen gemacht:

Ich habe 1/2 Taille (36 cm) durch 3 geteilt = 12 cm. Diese 12 cm markierte ich einmal links und einmal rechts vom Seitenrand aus (Markierung 1). Von diesen Markierungen bin ich dann nochmal 5 cm in beide Richtungen gegangen (Markieurng 2+3). Das sind die Punkte, bis wo meine Schnürung in ungeschlossenem Zustand aufklappt. Dann habe ich von der Markierung 1 aus im rechten Winkel den Stoff 8 cm weit eingeschnitten (das ist das Gefälle, was nötig ist, um in den Rock ohne Reißverschluss bequem reinzukommen). Dann habe ich den Stoff zu den Markierungen 2+3 umgeklappt (natürlich zur Innenseite), so dass ein V entstanden ist. Festgenäht. Dann ein Dreieck, das etwas größer als das Entstandene "leere" Dreieck ist, ausschneiden (auf die Musterrichtung achten) und hinter das leere Dreieck festnähen (lasst Abstand zum Rand, damit ihr die Ösen noch einschlagen könnt). So, jetzt hatte ich ein unterlegtes Dreieck. Fehlen noch die Ösen, die habe ich aber erst reingemacht, nachdem feststand, wo mein Bund wirklich endet.

Mir war der Rock an manchen Stellen noch etwas zu weit, also habe ich die Seitennähte noch enger genäht.

Dann alles säumen.

Nun habe ich in den überstehenden Saum vom leeren Dreieck die Ösen eingeschlagen und eine Schnur durchgezogen.

Fertig.
 


Lack-Tüll-Rock

Für den Lack-Tüll-Rock mit seitlichen Gehschlitzen habe ich zwei Meter schwarzen Tüll (nicht-dehnbar), 10 Lackstreifen und einen Gummibund (5 cm breit) benötigt.

Schema Rock. Das ist das Schema vom fertigen Rock. Ich habe zwei Tüll-Lagen als Basis genommen. Dadurch fallen eventuelle Löcher im Tüll nicht so auf und es ist etwas undurchsichtiger.

Nach dem linken Schema fertigt ihr die Tüll-Lagen an. Also 4x ausschneiden.
Die roten Angaben sind Breitenangaben.
45,5 = 1/2 Hüftumfang plus 1-2 cm (damit noch ein Unterrock drunter passt)
59 = 1/2 Saumumfang

Die grünen Angaben sind die Längenangaben.
15 = Länge von Taille (oder da wo der Rock sitzen soll) bis Hüfte
80 = Länge Hüfte bis Saum

Seitennähte schließen.

Nun werden die Lackstreifen zugeschnitten.

Schema Lackstreifen. Insgesamt habe ich 4 Streifen vorne, 4 Streifen hinten und je einen Streifen auf der Seitennaht (die Seitennaht ist nachher nicht mehr direkt seitlich beim Tragen -> Gehschlitz).

Schneidet die Streifen zu und bringt sie in regelmäßigen Abständen auf dem Tüll an. Mein Rock ist so ausgelegt, dass der Abstand Tüll - Lack - Tüll gleich groß ist.

Nun habe ich den Gummibund angebracht. Das ist bei mir ein 5cm breites Gummi, welches ich einfach über Lack und Tüll genäht habe (gefaltet 2,50 / 2,50).

Dann habe ich noch Gehschlitze angebracht. Da ich den Gehschlitz nicht im Lack wollte, habe ich mich für eine neue Mitte des Rockes entschieden. D.h. ich habe die Gehschlitze in den Tüll geschnitten (mittig, etwa kniehoch, direkt das Panel neben der eigentlichen Mitte) und diese gesäumt.

Nun habe ich noch das untere Ende des Rockes mit breiten Lackstreifen gesäumt.

Fertig.

 

Ein Tipp von Michael: Statt Lack kann man auch einfach Teichfolie (gibt es in jedem Baumarkt) benutzen.


Tellerrock

Mit Sattel - Mit Taschen - Ohne Sattel - Westernrock

Mit Sattel:

Die Anleitung für das passende Oberteil (Magd) gibt es hier.

Material: bei mir ein leichter Stoff der aussieht wie Leinen, gab es im Winterschlussverkauf für 1 €/m. Habe 4m gekauft, aber nicht alles gebraucht. Ein Reißverschluss in einer ähnlichen Farbe wie der Stoff, 15 cm.

Der Rock besteht aus zwei Halbkreisen mit angesetztem Sattel. Erst mal die wichtigsten Formeln:

Umfang = Durchmesser x P ( Pi ist ungefähr3,14)
Durchmesser = Umfang : P
Radius = Durchmesser : 2

Machen wir uns erst mal an den Tellerrock:

Schema Tellerrock

79 = gewünschte Länge vom Teller
13 = 1/2 Durchmesser bzw. Radius (vom Hüftumfang) Ihr rechnet: (Hüftumfang : Pi : 2)=Radius innerer Halbkreis
92 = 79+13 = Radius äußerer Halbkreis

Zuerst messt ihr euren Umfang da, wo der Sattel enden soll. Das sind bei mir 81 cm. Also rechne ich 81 (Hüftumfang) : Pi : 2 = Ergibt einen Radius von 13 cm (<- Radius innerer Halbkreis). Dann müsst ihr noch wissen, wie lang der Rock ab der "Sattelstelle" werden soll. Das sind bei mir 79 cm. Das addiert ihr, und es ergibt: 13 + 79 = 92 cm. Das ist der Radius des äußeren  Halbkreises. Ihr zeichnet sowohl den äußeren Halbkreis auch als den inneren Halbkreis auf.

Ihr habt dann einen Halbkreis, in dem wieder ein kleiner Halbkreis ist. Am Einfachsten geht das Aufzeichnen meiner Meinung nach a) Stab nehmen, Länge markieren, vom Mittelpunkt aus ganz viele Punkte machen, diese verbinden; b) wenn ihr einen Stift nehmt, an diesen einen Faden bindet (Länge entsprechend des Radius) und den Faden direkt am Stoff mit einer Reißzwecke befestigt. Und dann zeichnen, darauf achten, dass der Faden immer schön gleich lang bleibt und sich nicht um den Stift wickelt. Das ganze schneidet ihr zweimal zu.

Dann näht ihr die Außennähte zusammen. Jetzt habt ihr einen großen Kreis, in dem ein kleiner Kreis aufgezeichnet ist. Den kleinen Kreis müsst ihr nun noch herausschneiden. Lasst dabei aber noch ein paar cm Nahtzugabe! An der Stelle wird später der Sattel angenäht. Passt es auch über die Hüfte? Wenn nicht müsst ihr den inneren Halbkreis größer machen.

Nun zum Sattel:

Schema Sattel. Der untere Teil des Sattels sollte so groß sein wie der halbe Umfang der Stelle, wo der Sattel endet. In meinem Fall also 40,5 cm. Die Länge richtet sich danach, wo der Rock sitzen soll. Dann braucht ihr nur noch den halben Bundumfang. Lasst den Sattel oben und unten rund laufen. Das ganze zwei mal zuschneiden und zusammennähen. Halt! Denkt daran, dass in eine Seitennaht noch ein Reißverschluss muss. Ich hab den Reißverschluss eingenäht bevor ich den Sattel an den Tellerrock angenäht habe, aber das ist (glaub ich) egal. Dann habe ich den Bund gesäumt.

Ich habe dann erst mal geschaut, ob auch alles hinhaut. Glück gehabt! Weiter geht es. Nun habe ich den Sattel gesäumt und dann an den Tellerrock angenäht (mit einem Zick-Zack-Stich, halb auf dem Saum, halb auf dem Teller). Wenn ihr es euch zutraut, könnt ihr diese zwei Schritte auch in einem machen.

Jetzt muss nur noch der Tellerrock gesäumt werden. Geschafft! Anprobieren und den Umfang von satten 5,78 m bewundern.

 

Mit Taschen

Ab und zu habe ich an meinen Röcken auch gerne Taschen. Hier die Methode, wie ich sie nähe. Zuerst zeichnet ihr auf das Papier das normale Sattelschema. Das nenne ich jetzt Sattel Original. Darauf zeichnet ihr ein, wie groß die Tascheneingriffe werden sollen. Meine sind 13cm breit und 9cm hoch. Schneidet diesen Tascheneingriff (linkes Bild, gepunktete Linie) aus - nicht wegschmeißen. Das nenne ich Sattel 1. Den braucht ihr einmal aus dem Oberstoff.

Nehmt ein neues Blatt Papier. Zeichnet darauf eine Hälfte das Sattels 1. Zeichnet ca. 3cm zur Mitte gehend neben den Tascheneingriff eine Linie parallel zur Seitennaht des Sattels 1. Das sollte jetzt in etwa aussehen wie die blaue Markierung in der rechten Zeichnung. Das ist der Taschenbeutel. Den braucht ihr einmal so und einmal Spiegelverkehrt aus Futterstoff.

Nun nehmt ihr ein weiteres Blatt Papier und zeichnet wiederum eine Hälfte des Sattels 1. Legt den bereits ausgeschnittenen Tascheneingriff wieder an die Stelle, wo ihr ihn ausgeschnitten habt und zeichnet ihn ein. Dann zeichnet ihr wieder 3cm neben den Tascheneingriff eine Linie parallel zur Seitennaht des Sattels1. Das sollte jetzt in etwas so aussehen wie die rote Markierung auf der rechten Seite. Das ist der untere Teil des Taschenbeutels. Den braucht ihr einmal so und einmal spiegelverkehrt aus dem Oberstoff.

Ihr habt also: 1x Sattel1 aus Oberstoff, 2x Taschenbeutel aus Futter, 2x Unteren Taschenbeutel aus Oberstoff.

Legt den Taschenbeutel rechts auf rechts auf dem Sattel 1. Steppt beide am Tascheneingriff (geschwungene obere Linie) zusammen. Wendet den Taschenbeutel nach innen. Bügelt die Naht und steppt die obere Kante des Tascheneingriffes einmal schmal und einmal etwas breiter ab. Am besten so, dass der Taschenbeutel von außen nicht zu sehen ist. Versäubert nun die restlichen Seiten des Taschenbeutels mit einem Zick-Zack-Stich.

Versäubert die Nahtzugaben des Unteren Taschenbeutels mit einem Zick-Zack-Stich.

Zum Schluss näht ihr noch den Taschenbeutel auf den Unteren Taschenbeutel und zwar so, dass die rechte Seite des Futterstoffes und die rechtes Seite des Oberstoffes (vom Unteren Taschenbeutel) aufeinander liegen. Fixiert alle Lagen am Seitenrand mit einem Zick-Zack-Stich in der Nahtzugabe. Klingt etwas wirr - aber wenn ihr die Stoffe einfach mal so hinschiebt, dann wisst ihr was ich meine. Und nun könnt ihr den Rock ganz normal weiternähen. Ich empfinde es im Übrigen als angenehmer, wenn die Taschenbeutel nicht hochrutschen können, daher fasse ich die Nahtzugabe des Taschenbeutel mit ein, wenn ich den Tellerrock annähe.

 

Ohne Sattel:

Schema Rock.

Das Prinzip ist das gleiche wie beim Tellerrock mit Sattel, nur dass ihr hier weniger machen müsst. Und wenn ihr euch dann mit dem Rock ganz schnell im Kreis dreht, dann fliegt der Rockteil wie eine Scheibe hoch. Kann man gut einen Petticoat drunter tragen.

Umfang = Durchmesser x P ( Pi ist ungefähr3,14)
Durchmesser = Umfang : P
Radius = Durchmesser : 2

Am Einfachsten geht das Aufzeichnen meiner Meinung nach a) Stab nehmen, Länge markieren, vom Mittelpunkt aus ganz viele Punkte machen, diese verbinden; b) wenn ihr einen Stift nehmt, an diesen einen Faden bindet (Länge entsprechend des Radius) und den Faden direkt am Stoff mit einer Reißzwecke befestigt. Und dann zeichnen, darauf achten, dass der Faden immer schön gleich lang bleibt und sich nicht um den Stift wickelt.

Jetzt folgen zwei Varianten 1) Reißverschluss, 2) Gummizug.
 

Variante 1: Mit Reißverschluss
Zuerst messt ihr euren Taillenumfang oder da, wo der Rock sitzen soll. Das Ist der Umfang des inneren Kreises (Radius ausrechnen).  Nun müsst ihr wissen, wie lang euer Rock werden soll. Dann rechnet ihr Länge des Rockes + Radius Innerer Kreis. = Durchmesser des großen Kreises.
Entscheidet euch nun wie ihr den Rockteil haben wollt. Wollt ihr: direkt einen großen Kreis mit Loch  (Keine Nähte im Rockteil) - oder zwei Halbkreise mit halben Loch  (zwei Nähte im Rockteil ) oder gar vier Viertelkreise mit viertel Löchern  (vier Nähte im Rockteil).
Ausschneiden (evtl. zum Vollkreis zusammennähen -> dann eine Seite oben für den Reißverschluss offen lassen!). Nun könnt ihr noch einen Bund oben an nähen (Länge habt ihr ja eben schon ausgemessen). Ansonsten Reißverschluss einnähen (beim Vollkreis-Tellerrock erst Stoff entsprechend einschneiden), Säumen, fertig.

Variante 2: Mit Gummizug
Zuerst messt ihr euren Hüftumfang. Das Ist der Umfang des inneren Kreises (Radius ausrechnen).  Nun müsst ihr wissen, wie lang euer Rock werden soll (Von der Stelle an messen, an der nachher der Bund sitzt -> Taille oder etwas tiefer). Dann rechnet ihr Länge des Rockes + Radius Innerer Kreis. = Durchmesser des großen Kreises.
Entscheidet euch nun wie ihr den Rockteil haben wollt. Wollt ihr: direkt einen großen Kreis mit Loch  (Keine Nähte im Rockteil) - oder zwei Halbkreise mit halben Loch  (zwei Nähte im Rockteil ) oder gar vier Viertelkreise mit viertel Löchern  (vier Nähte im Rockteil).
Ausschneiden (evtl. zum Vollkreis zusammennähen). Nun könnt ihr noch einen Bund oben an nähen (Länge habt ihr ja eben schon ausgemessen -> Hüftumfang). In den Bund kommt dann der Gummizug, durch den der Rock auch gut hält. Wenn ihr keinen Bund wollt, könnt ihr den Gummizug auch direkt in den Tellerrock einnähen. Säumen. Fertig.

 

Westernrock-Variante

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Für eine Kostümparty brauchte ich noch ein schnelles Westernoutfit. Der Rock besteht aus einem schwarzen Tellerrock, der über ein Bändchen geschlossen wird und drei innen liegenden Rüschen (dabei liegt der Stoff doppelt in der Rüsche). Über dem schwarzen Rock ist noch ein kürzerer Tellerrock aus dehnbarem Glitterstoff (mit Gummizug), der an den Seiten einfach mit einem Bändchen gerafft wurde.

Wie ihr einen Tellerrock macht, habe ich oben ja schon beschrieben.

Exkurs: Wie rüsche ich am besten? Ich habe einen Kräusel-Fuß für meine Nahmaschine. Damit nähe ich über den zu rüschenden Stoff mit Geradstich 4,5. Dann ziehe ich an den Unterfäden und kann so den Stoff verschieben. Noch sauberer ist es, wenn man jeweils 1cm über und unter der späteren Naht mit dem Kräuselfuß näht. So werden die Falten gleichmäßiger verteilt. Ohne Kräuselfuß soll es mit niedriger Fadenspannung und langem Geradstich auf gehen.

Rüschen sind nicht kompliziert, erfordern aber etwas Geduld beim Abstecken. Zuerst schneidet ihr zwei Rechtecke aus. Länge = doppelt so lang wie die Strecke an die die Rüsche angenäht wird, Breite = zwei Handbreit. Ihr könnt natürlich auch einfach eine gaaaaanz lange Bahn Stoff nehmen. Die zwei Rechtecke näht ihr aneinander, so bekommt ihr eine lange Stoffbahn. Klappt diese lange Bahn nun zusammen (schöne Seite innen) - nun ist sie nur noch eine Hand breit (statt zwei). Oben zusammennähen. Wendet den langen Stofftunnel. Nun steckt ihr das eine Ende des Tunnels in den anderen und näht das fest. So ist ein Kreis entstanden.

Jetzt legt ihr die Rüsche eine Handbreit über dem Saum des Rockes innen. Nun kommt es darauf an, die Rüsche möglichst gleichmäßig zu verteilen. Dann wird die Rüsche festgenäht. Kontrolliert noch mal, ob ihr die Rüsche auch überall beim Nähen erwischt habt. Nun kommen noch zwei Rüschen an den Rock. Die Rüschen sollen sich ein Stückchen überlappen (sie sieht man die Naht mit der die darunter liegende Rüsche angebracht ist nicht).

Da ich darauf gefasst sein musste, dass irgendein Scherzkeks meinen Rock hochhebt, habe ich die Rüschen noch mit 4 Längsnähten abgesteppt (und so fixiert).

So, das ist im Grunde die Beschreibung von dem schwarzen Rock. Für den Überrock macht ihr einen weiteren, kleineren Tellerrock. Dieser sollte aus schön fließendem Stoff bestehen. Nehmt ein Bändchen und bindet die Seiten vom Rock hoch (so dass die Seite nur noch 5cm breit ist). Dann fällt der Rock schön schürzenartig.

Mein Rock ist total unsauber genäht. Ist aber niemandem aufgefallen (...dunkel?).


Tüllrock

5-Bahnen-Rock aus Baumwollstoff mit 2 Lagen Tüll (ebenfalls je 5-Bahnen) und seitlichem Reißverschluss.

Material: 2m einfacher Baumwollstoff. Meiner ist nicht elastisch. 2m schwarzer Faschingstüll. 18cm Reißverschluss.

Das System dieses Rockes ist wirklich einfach. Ihr messt Bundumfang, Hüftumfang und Saumumfang aus und teilt diese durch 5.

Schema Rock. So erhaltet ihr nebenstehendes Schema. Das schneidet ihr für den Rock 5x aus, und 10x aus Tüll.
Näht die 5 Bahnen Baumwollstoff zusammen (bis auf die Reißverschluss-Stelle). Anprobieren, notfalls noch Abnäher machen. Dann je 5 Bahnen Tüll zu zwei Röcken verarbeiten. Nun werden die zwei Lagen Tüll auf der Nahtzugabe vom Baumwollstoff außen festgenäht. Näht nun den Reißverschluss ein. Nur noch Bund und Säume machen. Wenn ihr wollt, könnt ihr noch einen extra Bund aus Baumwolle fertigen - falls euch der Tüll zu kratzig ist.

Fertig.


Skull Skirt

Jeansrock mit Sattel, 4 geraden Bahnen und 4 trapezförmigen Bahnen, weißen Zier-/ Kontrastnähten, Totenkopf-Motiv (gemalt) und seitlichem Reißverschluss.

Material: ca. 0,5-1m Jeansstoff (meiner ist elastisch), weißes und schwarzes Garn, Stoffmalfarbe für dunkle Stoffe. 18cm Reißverschluss. Jeans-Nähnadeln haben sich bei mir als praktisch erwiesen.

Messt zuerst einmal Bundumfang, Hüftumfang, Saumumfang und die Abstände zwischen diesen aus.

Schema Sattel. Als erstes habe ich den Sattel gefertigt: Er besteht aus zwei Teilen, also 1/2 Bundumfang und 1/2 Hüftumfang. die Seitennähte sind nicht gerade, sonder leicht gebogen. Zusammennähen, Reißverschluss einnähen. Bund  mit schwarzem Garn säumen. Saum des Sattels ebenfalls mit schwarzem Garn säumen. Gesäumt habe ich mit einem Stretch-Stich. Zick-Zack reicht aber aus.

Dann rechnet ihr aus, wie der untere Teil des Rockes beschaffen sein soll. Ich habe den Saumumfang des Sattels (mein Hüftumfang) durch 5 geteilt. Das sind 18,6 cm. So breit sind die 4 rechteckigen Bahnen. Diese 18,6 habe ich dann noch einmal durch 4 geteilt = 4,65. Das ist die Breite der trapezförmigen Bahnen. Alle Bahnen sind 25 cm lang. Die vier geraden Bahnen und die 4 trapezförmigen Bahnen zusammengerechnet, ergeben also euren Hüftumfang. Schneidet die 4 rechteckigen und die 4 trapezförmigen Bahnen aus, und näht sie abwechselnd aneinander.

Schema Gerade Bahn, Schema Trapezbahn.

Nun klappt ihr die Nahtzugaben von den trapezförmigen Bahnen weg nach außen um, und näht diese noch mal mit weißem Garn von außen fest. Dabei näht ihr durch 4 Lagen Jeans. Ich habe dabei einen geraden, engen Stich verwendet.

Näht nun Sattel und Rockteil zusammen, indem ihr den Sattel über den Rockteil schiebt. Dabei habe ich eine Naht namens Muschelsaum verwendet (ihr könnt auch andere Zierstiche benutzen).  Sie ist gut für elastische Stoffe geeignet. Auf dem Photo erkennt man ganz gut, wie die aussieht. Auch hier weißes Garn benutzen. Wenn ihr naht am Saum des Sattels näht, sieht es am Besten aus.

Nun noch den Rockteil säumen. Ebenfalls mit weißem Garn und Muschelsaum. Dann habe ich den Muschelsaum mit weißem Garn auch noch am Bund genäht (Das schwarze Garn fällt nicht auf).

Schema Totenkopf. Nun noch auf die vier trapezförmigen Bahnen einen Totenkopf mit der Stoffmalfarbe (für dunkle Kleidung) malen.

Fertig.


5-Bahnen-Rock

Variante 1   Variante 2

Rock aus fünf Bahnen in verschiedenen Variationen, (Gummizug, Reißverschluss, Tunnelzug, Rüsche)

 

Rock aus 6 (!) Bahnen, wobei eine Bahn eine Art Kellerfalte ist. Der Rock wird über Haken-und-Augen geschlossen.

 

Variante 1

Rock aus fünf Bahnen in verschiedenen Variationen (Gummizug, Reißverschluss, Tunnelzug, Rüsche)

Mein Rock besteht aus Velours-Samt von Karstadt für 4€/m. Ich habe 2m gekauft, aber nur ca. 1,5m verbraucht.

Diesen Rock kann man aus dehnbarem und aus nicht dehnbaren Stoff nähen. Bei nicht-dehnbarem Stoff sollte man die Maße auf jeden Fall lockerer messen und man muss einen Reißverschluss (ca. 18 cm) in einer der Nähte einbauen.

Das System dieses Rockes ist wirklich einfach. Ihr messt Bundumfang, Hüftumfang und Saumumfang aus und teilt diese durch 5.

Schema Rockbahn

 
Einfache Variante ohne Rüsche, mit Gummizug: Messt Bundumfang, Hüftumfang und Saumumfang aus und teilt diese durch 5. So erhaltet ihr nebenstehendes Schema. Das schneidet ihr für den Rock 5x aus. Lasst am Bund einige Zentimeter mehr Stoff für den Gummizug.  Näht die 5 Bahnen zusammen. Anprobieren, notfalls noch ändern. Klappt den Bund oben zweimal nach innen um (so franst nichts mehr aus) und näht das fest (nicht komplett, sonst kommt das Gummi nicht mehr rein.) Nun zieht ihr das Gummi durch den Bund, näht es entsprechend eng zusammen, dann schließt ihr den Bund. (Ihr könnt natürlich auch erst das Gummi einlegen, dann den Bund nähen). Nun klappt ihr auch den Saum einmal (oder zweimal wenn der Stoff stark franst oder wenn es schöner aussehen soll) nach innen um und näht ihn fest. Fertig.

Rüschen-Variante: wie oben, nur dass hier der eigentliche Rockteil nicht ganz so lang wird, sondern ca. 15 cm kürzer. Rüschen sind nicht kompliziert, erfordern aber etwas Geduld beim Abstecken. Zuerst schneidet ihr zwei Rechtecke aus. Länge = gewünschte Rüschenlänge, Breite = kompletter Saumumfang. Diese zwei Rechtecke näht ihr aneinander, so dass ein Kreis entsteht. So habt ihr nachher eine Rüsche mit dem doppelten Saumumfang. Es empfiehlt sich, die Rüsche jetzt schon zu säumen. Ich habe meine Rüsche nicht gesäumt, sondern nur mit einem Overlock-Stich versäubert. Jetzt legt ihr die Rüsche um den Saum des Rockes. Steckt zuerst die beiden Seitennähte an den Seitennähten des Kleides fest. Such dann den Mittelpunkt des Kleides und der Rüsche und steckt die beiden Stoffe da fest, ebenso auf der anderen Seite. Und so macht ihr weiter, bis die Abstände ganz klein werden und ihr jede Menge Stecknadeln verbraucht habt. Dann wird die Rüsche festgenäht. Kontrolliert dann noch mal, ob ihr die Rüsche auch überall beim Nähen erwischt habt. Anprobieren. Fertig.

Exkurs: Wie rüsche ich am besten? Ich habe einen Kräusel-Fuß für meine Nahmaschine. Damit nähe ich über den zu rüschenden Stoff mit Geradstich 4,5. Dann ziehe ich an den Unterfäden und kann so den Stoff verschieben. Noch sauberer ist es, wenn man jeweils 1cm über und unter der späteren Naht mit dem Kräuselfuß näht. So werden die Falten gleichmäßiger verteilt. Ohne Kräuselfuß soll es mit niedriger Fadenspannung und langem Geradstich auf gehen.

Tunnelzug statt Gummizug: Für meinen Tunnelzug habe ich in den Bund zwei Ösen eingeschlagen (neben den Nähten) und durch den so entstehenden Tunnel im Saum ein Band gezogen.

 

Variante 2

Rock aus 6 (!) Bahnen, wobei eine Bahn eine Art Kellerfalte ist. Der Rock wird über Haken-und-Augen geschlossen. Schemazeichnung.

Material: 2,50m weichfallender dehnbarer Stoff (wenn eine Webrichtung zu Erkennen ist, dann entsprechend mehr), Haken-und-Augen.

Dieser Rock ist aufgrund eines Messfehlers entstanden, aber das Ergebnis fand ich so überzeugend, dass ich es euch vorstellen möchte. Dieser Rock ist ein 5-Bahnen-Rock, der eine zusätzliche Bahn hat, die hinten als Falte aufspringt und so noch mehr Weite gibt.

Schema Bahnen, Schema Rockverschluss

Zuerst messt ihr euren Taillenumfang (oder da wo der Rock sitzen soll) und teilt den Wert durch fünf. Dann messt ihr euren Hüftumfang und teilt den Wert ebenfalls durch fünf. Macht euch am Besten einen Papierschnitt nach dem Schema. Zeichnet dazu 1/5 Taillenumfang als gerade Linie. Im Lot darunter im entsprechenden Abstand 1/5 Hüftumfang. Von der Mitte ausgehend zeichnet ihr eine gerade Linie im rechten Winkel zu 1/5 Taillenumfang - und zwar in der Länge wie eurer Rock werden soll. Parallel zur Taillen- und Hüftlinie zeichnet ihr nun am "Rock-Ende" eine weitere Linie (im Rechten Winkel zur Mittellinie). Macht diese Linie so ca. 30cm pro Seite. Nun verbindet ihr die Endpunkte der beiden parallelen Linien von Taille und Hüfte. Dies diagonale Linie verlängert ihr nun so lange, bis ihr auf die "Rock-Ende"-Linie trefft - nun wisst ihr, wie breit die Rockbahn am Ende ist. Das, was ihr am Anfang zu viel an Linie aufgezeichnet habt, könnt ihr nachher einfach abschneiden.

Jetzt müsst ihr noch einmal kurz rechnen: Mein Rock wird über Haken-und-Augen geschlossen. Wenn euer Stoff nicht sehr elastisch ist, müsst ihr messen, ob 6x 1/5 Taillenumfang ausreichen, um über eure Hüfte zu kommen. Wenn dem so ist, dann könnt ihr den Papierschnitt auf den Stoff übertragen und 6 mal zuschneiden. Sollte dem nicht so sein, dann könnt ihr den Papierschnitt auf den Stoff übertragen und 5x zuschneiden und die sechste Bahn entsprechend breiter machen.

Der Einfachheit halber gehe ich davon aus, dass ihr 6x das gleiche Teil zugeschnitten habt. Näht nun 5 Bahnen aneinander *ohne* den Rock dabei zu schließen. Näht an die Nahtzugaben der Endbahnen 3 (oder mehr, je nach Belieben) Haken bzw. Augen an (siehe Schema Rockverschluss). Testet am besten direkt, ob der Rock nun oben gut sitzt. (Sollte er zu eng sein, könnt ihr die Haken und Augen wieder abtrennen, die 6.Bahn annähen und Haken-und-Augen *auf* den Stoff nähen, wo ihr sie braucht. Sollte der Rock zu weit sein, könnt ihr die Endbahnen einfach etwas verschmälern.) Er passt? Gut. Nun näht ihr die 6. Bahn einfach zwischen die Bahnen, an denen ihr gerade die Haken bzw. Augen angebracht habt.

Nun braucht ihr den Rock nur noch zu versäubern (Nahtzugaben mit Zick-Zack-Stich), säumen und Bund zu machen (z.B. Nahtzugaben 2x eingeschlagen festnähen).

Schön könnte ich mir auch vorstellen, statt der Haken-und-Augen ein Ösenband anzunähen und dann den Rock hinten bis unter den Hintern zu schnüren.

Fertig. 


Aschenputtel-Rock (das Mieder dazu)

 

 

 

 

Bauschiger Rock aus Baumwolle mit 3m Saumumfang, der in der Taille auf die entsprechende Länge gerafft wird. Mit Bund. Über Haken-und-Augen zu Schließen. Mein Rock besteht aus Rock+Unterrock.

Schema Gerade Stoffbahn --> Schema Geraffte Stoffbahn.

Ihr schneidet eine Stoffbahn mit den Maßen 3m x Rocklänge aus. Ihr könnt natürlich auch weniger Umfang nehmen, dann ist der Rock nicht ganz so bauschig.

Exkurs: Wie rüsche ich am besten? Ich habe einen Kräusel-Fuß für meine Nahmaschine. Damit nähe ich über den zu rüschenden Stoff mit Geradstich 4,5. Dann ziehe ich an den Unterfäden und kann so den Stoff verschieben. Noch sauberer ist es, wenn man jeweils 1cm über und unter der späteren Naht mit dem Kräuselfuß näht. So werden die Falten gleichmäßiger verteilt. Ohne Kräuselfuß soll es mit niedriger Fadenspannung und langem Geradstich auf gehen.

Mein Stoff war so breit, dass ich ihn im Stoffbruch zuschneiden konnte und so direkt ein Unterrock mitentstanden ist. Zuerst habe ich den Rock unten gesäumt (wenn ihr nicht genau wisst, wie lang der Rock werden soll  macht ihr das einfach am Ende). Dann habe ich die Seitennaht geschlossen (es sieht jetzt wie eine Tonne aus) - oben ca. 18cm offenlassen (für den Haken-und-Augen-Verschluss).

Dann werden die 3m am Bund auf Taillenumfang gekräuselt. Entweder steppt ihr eine Naht oben am Rock entlang und zieht dann die Enden zusammen, oder ihr benutzt Kräuselband, oder ihr näht einen Tunnel - zieht eine Schnur durch - verknotet sie auf richtiger Länge - und steppt die so entstandenen Falten fest.

Dann näht ihr noch einen Bund an den Rock und befestigt Haken und Augen am Schlitz.


Stufenrock

3-stufiger Rock:

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Mein Rock besteht aus drei Stufen, der Steigerungsfaktor ist dabei 1,5. Der Rock hat einen Gummizug und ist aus einem leichten Baumwollstoff gemacht. Bei jeder Rockstufe ist eine Totenkopfborte (aus Stoff selbst gebügelt) angebracht. Sehr einfacher Rock, nur viel Arbeit mit den Rüschen.

Material: 2m leichter, nicht dehnbarer, matter Stoff. Breites Gummiband. Borte. 1001 Stecknadel.

Schema Stufenrock

Zuerst habe ich locker meinen Hüftumfang gemessen. Dann habe ich ausgemessen, wie lang der Rock werden soll. Die erste Stufe wollte ich kürzer machen, damit die nächste Stufe auf Höhe meines Hinterns anfängt. Also habe ich gesagt: Stufe1 = 20 cm hoch. Von der Gesamtlänge des Rockes habe ich dann die 20 cm abgezogen und die Differenz durch zwei geteilt (damit die beiden restlichen Stufen gleich hoch sind). Die zweite Stufe ist 1,5mal so breit wie Stufe 1. Die dritte Stufe ist 1,5mal so breit wie Stufe 2. Alle Stoffbreiten wurden dann halbiert. Dementsprechend sehen meine Stufen wie folgt aus:


Stufe 1 (blau): 49cm breit, 20 cm hoch.
Stufe 2 (grün): 73,5cm breit, 38,5cm hoch.
Stufe 3 (gelb): 110cm breit, 38,5 cm hoch

Platz sparen. Um das Schnittmuster möglichst Platz sparend auf dem Stoff zu positionieren, habe ich mich der Hilfe eines Grafikprogramms bemächtigt (Millimeterpapier wäre sicherlich auch möglich gewesen *g*). Bei meinem Stoff machte die Stoffrichtung keinen Unterschied. Bei wem das so ist, der muss die Schnittmuster also anders positionieren.

Exkurs: Wie rüsche ich am besten? Ich habe einen Kräusel-Fuß für meine Nahmaschine. Damit nähe ich über den zu rüschenden Stoff mit Geradstich 4,5. Dann ziehe ich an den Unterfäden und kann so den Stoff verschieben. Noch sauberer ist es, wenn man jeweils 1cm über und unter der späteren Naht mit dem Kräuselfuß näht. So werden die Falten gleichmäßiger verteilt. Ohne Kräuselfuß soll es mit niedriger Fadenspannung und langem Geradstich auf gehen.

Als dann das Schnittmuster fertig übertragen und ausgeschnitten war, habe ich es wie in der ersten Abbildung arrangiert. Dann habe ich Stufe 2 an Stufe 1 und anschließend Stufe 3 an Stufe 2 gerüscht. Daraufhin habe ich erst die Seitennähte geschlossen. Aber ob ihr erst die Seitennähte und dann die Rüschen macht oder umgekehrt, ist euch überlassen. (Rüschen: Legt die Rüsche um den Saum der Rockstufe. Steckt zuerst die beiden Seitennähte an den Seitennähten des Rockes fest. Such dann den Mittelpunkt des Rockes und der Rüsche und steckt die beiden Stoffe da fest, ebenso auf der anderen Seite. Und so macht ihr weiter, bis die Abstände ganz klein werden und ihr jede Menge Stecknadeln verbraucht habt. Dann wird die Rüsche festgenäht. Wenn man langsam näht, kann man sogar über die Stecknadeln nähen. Kontrolliert dann noch mal, ob ihr die Rüsche auch überall beim Nähen erwischt habt.) Nun wird noch versäubert, gesäumt und der Gummizug eingenäht. Im Grunde ist der Stufenrock jetzt auch schon fertig. Ich habe mir noch Streifen aus Totenkopfstoff zurechtgeschnitten und gebügelt, und diese dann als Borte aufgenäht. Eine andere Möglichkeit wären Zierfalten parallel zur Stufe. Spitzenborte sieht sicherlich auch hübsch aus.

Fertig.

 

4-stufiger Rock:

Variante1:

Mit Gummibund

Variante2:

Mit Sattel: Macht den Sattel wie beim Irischen Rock, die restlichen drei Stufen wie in der Anleitung für den Stufenrock.

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Mein Rock besteht aus vier Stufen, der Steigerungsfaktor ist dabei 1,5. Der Rock hat einen Gummizug und ist aus einem leichten Baumwollstoff gemacht. Bei jeder Rockstufe ist eine Satinborte (Schrägband) angebracht. Sehr einfacher Rock, nur viel Arbeit mit den Rüschen.

Material: 2m leichter, nicht dehnbarer, matter Stoff. Breites Gummiband. Satinschrägband. 1001 Stecknadel.

Schema Stufenrock

Zuerst habe ich locker meinen Hüftumfang gemessen. Dann habe ich ausgemessen, wie lang der Rock werden soll. Die erste Stufe wollte ich kürzer machen, damit die nächste Stufe auf Höhe meines Hinterns anfängt. Also habe ich gesagt: Stufe1 = 20 cm hoch. Von der Gesamtlänge des Rockes habe ich dann die 20 cm abgezogen und die Differenz durch drei geteilt (damit die  restlichen Stufen gleich hoch sind). Die zweite Stufe ist 1,5mal so breit wie Stufe 1. Die dritte Stufe ist 1,5mal so breit wie Stufe 2. Die vierte Stufe ist 1,5mal so breit wie Stufe 3. Alle Stoffbreiten wurden dann halbiert. Dementsprechend sehen meine Stufen wie folgt aus:

Stufe 1 (blau): 49cm breit, 20 cm hoch.
Stufe 2 (grün): 73,5cm breit, 26cm hoch.
Stufe 3 (gelb): 110cm breit, 26cm hoch
Stufe 4 (rot): 165cm breit, 26cm hoch

Um das Schnittmuster möglichst Platz sparend auf dem Stoff zu positionieren, habe ich mich der Hilfe eines Grafikprogramms bemächtigt (Millimeterpapier wäre sicherlich auch möglich gewesen *g*).

Exkurs: Wie rüsche ich am besten? Ich habe einen Kräusel-Fuß für meine Nahmaschine. Damit nähe ich über den zu rüschenden Stoff mit Geradstich 4,5. Dann ziehe ich an den Unterfäden und kann so den Stoff verschieben. Noch sauberer ist es, wenn man jeweils 1cm über und unter der späteren Naht mit dem Kräuselfuß näht. So werden die Falten gleichmäßiger verteilt. Ohne Kräuselfuß soll es mit niedriger Fadenspannung und langem Geradstich auf gehen.

Als dann das Schnittmuster fertig übertragen und ausgeschnitten war, habe ich es wie in der Abbildung vom dreistufigen Rock arrangiert (und dann kommt natürlich noch die vierte Stufe unten dran). Dann habe ich Stufe 2 an Stufe 1 -  Stufe 3 an Stufe 2  - und schließlich Stufe 4 an Stufe 3 gerüscht. Daraufhin habe ich erst die Seitennähte geschlossen. Aber ob ihr erst die Seitennähte und dann die Rüschen macht oder umgekehrt, ist euch überlassen. (Rüschen: Legt die Rüsche um den Saum der Rockstufe. Steckt zuerst die beiden Seitennähte an den Seitennähten des Rockes fest. Such dann den Mittelpunkt des Rockes und der Rüsche und steckt die beiden Stoffe da fest, ebenso auf der anderen Seite. Und so macht ihr weiter, bis die Abstände ganz klein werden und ihr jede Menge Stecknadeln verbraucht habt. Dann wird die Rüsche festgenäht. Wenn man langsam näht, kann man sogar über die Stecknadeln nähen. Kontrolliert dann noch mal, ob ihr die Rüsche auch überall beim Nähen erwischt habt.) Nun wird noch versäubert, gesäumt und der Gummizug eingenäht. Im Grunde ist der Stufenrock jetzt auch schon fertig. Als Zierde habe ich noch Satinschrägband über jede Stufe genäht und zwei Gürtelschlaufen an den Seitennähten angebracht. Eine andere Möglichkeit wären Zierfalten parallel zur Stufe. Spitzenborte sieht sicherlich auch hübsch aus.

Fertig.


Hexenrock

Einfacher Hexenrock bestehend aus 3 Rechtecken die lose übereinander fallen, Gummizug. Extrem einfach.

Schema Hexenrock

Für diesen Rock braucht ihr eine Menge Stoff. Meinen habe ich für 1€/m bei Alfatex bekommen. Der Schnitt ist wirklich simpel. Ihr nehmt drei unterschiedlich große Rechtecke und legt diese so aufeinander, dass das größte unten und das kleinste oben liegt. Dann macht ihr in die Mitte ein Loch, durch das eure Hüfte hindurchpasst. Steppt am Rand des Loches durch alle drei Lagen, so dass ihr die Stoffe miteinander verbindet. Säumt diese Naht (noch mal nach innen umklappen und festnähen). Näht dann einen Gummi- oder Kordelzug in den Bund (entweder ein extra Bund, oder ihr legt das Gummi zwischen die Stofflagen und fixiert es dort durch eine weitere Naht. Nun noch alle Kanten der Stofflagen säumen. An die Zipfel des Rockes könnt ihr noch Glöckchen oder Perlen nähen.

Fertig.


Petticoat

Petticoat aus Faschingstüll, mit Gummibund.

Material: 4m Tüll, dehnbarer Stoff, Gummiband

Schema Petticoataufbau.

So ein Petticoat ist vom Prinzip her ganz einfach. Ein Bund, drei Tüll-Stufen. Alle Stufen sind gleich lang (hier: 11,5cm). Der Vergrößerungsfaktor sollte bei 1,5 - 2 liegen.  An den Bund näht ihr die erste Tüll-Stufe. An die erste Tüll-Stufe näht ihr 3 Lagen der zweiten Stufe. An die drei Lagen kommen wieder jeweils drei Lagen der dritten Stufe. Am Ende liegen bei meinem Petticoat also 9 Lagen Stoff in der untersten Stufe übereinander. Die Stufen meines Petticoats sind 1,5fach verlängert worden. Wollt ihr euren Petticoat bauschiger, multipliziert mit 2 und macht eine vierte Stufe - da habt ihr am Ende 27 Lagen Stoff übereinander.

Zuerst macht ihr den Bund aus einem sehr dehnbarem Stoff (Jersey): Schneidet ein Rechteck aus, das so lang ist wie euer Taillenumfang und so breit wie ihr es schön findet. (35x5cm). Lasst genug Nahtzugabe für den Gummizug. Den macht ihr ganz am Ende. Näht das Rechteck zu einem Ring zusammen.

Exkurs: Wie rüsche ich am besten? Ich habe einen Kräusel-Fuß für meine Nahmaschine. Damit nähe ich über den zu rüschenden Stoff mit Geradstich 4,5. Dann ziehe ich an den Unterfäden und kann so den Stoff verschieben. Noch sauberer ist es, wenn man jeweils 1cm über und unter der späteren Naht mit dem Kräuselfuß näht. So werden die Falten gleichmäßiger verteilt. Ohne Kräuselfuß soll es mit niedriger Fadenspannung und langem Geradstich auf gehen.

Nun kommt die erste Tüll-Stufe. Da wollen wir noch nicht zu viel Gerüsche. Schneidet ein Rechteck mit den Maßen 120x11,5cm zurecht und näht es zu einem Ring zusammen. Diese Stufe rüscht ihr nun an den Bund.

Für die zweite Stufe schneidet ihr 3 Rechtecke á 180x11,5 zurecht. Näht daraus drei Ringe. Behandelt nun die drei Lagen Stoff wie eine und rüscht sie an die erste Stufe. Jetzt habt ihr den Bund, an den ist die erste Stufe angenäht und von dieser gehen dann 3x die zweite Stufe ab.

Für die dritte Stufe schneidet ihr 3x3 Rechtecke á 270x11,5cm zurecht. Formt aus den neun Rechtecken neun Ringe. Nehmt die ersten drei Ringe, behandelt sie wie eine Lage und rüscht sie an die erste Lage der zweiten Stufe. Dann nehmt ihr die nächsten drei Tüll-Ringe, behandelt sie wie eine Lage und rüscht sie an die zweite Lage der zweiten Stufe. Und zum Schluss nehmt ihr die letzten drei Ringe, behandelt sie wie eine Lage und näht sie an die dritte Lage der zweiten Stufe.

So, nun näht ihr noch einen Tunnel in den Bund und zieht da das Gummiband durch.

Ich geb zu, mein Petticoat müsste noch versäubert werden. Auch sind die Nähte sehr sichtbar - Ripsband oder Schrägband über die Naht genäht würden da helfen, aber noch bin ich zu faul dafür *g*.

Fertig.

 

Berechnung Stoffverbrauch Petticoat

Sagen wir, der Tüll liegt 120cm breit, der Rock besteht aus einem Bund und 3 Tüllstufen, wobei jede Stufe 11,5cm breit ist. Jede Stoffbahn erhält pro Seiten nach oben und unten 1cm Nahtzugabe, macht eine gesamte Breite von 13,5cm. Rechnung (Stoffbreite):(Stufenhöhe inkl. Nahtzugabe)=120cm:13,5cm=8. Es passen also 8 Stufen auf den Tüll übereinander.

1. Stufe 120x1=120cm

2. Stufe 180x3=540cm

3. Stufe 280x9=2430cm

120+540+2430=3090cm wenn der Stoff nur 13,5 cm breit wäre. Es passen auf den 120er Tüll aber 8 Stufen. Daher 3090:8=386,25cm  (darin ist noch keine Nahtzugabe enthalten, die ihr braucht, um die einzelnen „Ringe“ zu schließen bzw. zu stückeln)

Ihr braucht also knapp berechnet 4,m Tüll wenn dieser 120cm breit liegt, besser wären wohl 4,5m. Sollte euer Tüll 140cm breit liegen, so braucht ihr 3,5m Tüll.


Irischer Rock

- mit Taschen -

"Fälschung" Für Conny Original
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Tellerrock mit Sattel und Überlapp aus Karostoff, verziert mit Spitze und inkl. Unterrock. Schemazeichnung.

Material: 2m Karostoff, 1m Futterstoff, Spitze, Reißverschluss 20cm.

Ich habe in Irland einen Rock gekauft, der nur leider etwas kurz ist. Daher habe ich ihn nachgenäht und dabei verlängert.

Der Sattel:

Schema Sattel.  Der untere Teil des Sattels sollte so groß sein wie der halbe Umfang der Stelle, wo der Sattel endet (z.B. 1/2 Hüftumfang). In meinem Fall also 40,5 cm. Die Länge richtet sich danach, wo der Rock sitzen soll. Dann braucht ihr nur noch den halben Bundumfang. Lasst den Sattel oben und unten rund laufen.

Als nächstes habe ich das Futter gemacht. Dazu habe ich den Sattel um 40 cm verlängert, die einfache Saumweite ist bei mir 63cm.

Näht die rechte Seitennaht zusammen (sowohl vom Sattel als auch vom Futter), in die linke Seitennaht näht ihr den Reißverschluss ein (Futter - Reißverschluss - Karostoff). Dabei darf der Futterstoff nicht komplett bis zum Sattel-Ende eingenäht werden, sondern nur bis ca. 1cm davor. Versäubert die Nähte.

Der Rockteil:

Er besteht aus einem Halbkreis hinten und zwei überlappenden 1/4+ein halbes viertel (sollten 3/8 sein) Kreisen.

Zuerst messt ihr euren Umfang da, wo der Sattel enden soll. Das sind bei mir 81 cm (wir hatten ja oben gesagt 1/2 Hüftumfang für den Sattel, hier rechnen wir 1/1 Hüftumfang). Also rechne ich 81 (Hüftumfang) : Pi : 2 = Ergibt einen Radius von 13 cm (<- Radius innerer Halbkreis). Dann müsst ihr noch wissen, wie lang der Rock ab der "Sattelstelle" werden soll. Das sind bei mir 40 cm. Das addiert ihr, und es ergibt: 13 + 40 = 53 cm. Das ist der Radius des äußeren  Halbkreises. Ihr zeichnet sowohl den äußeren Radius auch als den inneren Radius auf. (Schemazeichnung findet ihr bei den Tellerröcken weiter oben).

Am besten macht ihr einen Papierschnitt von dem Rockteil. 1/4 Kreis reicht dafür aus. Setzt den Mittelpunkt des gedachten Kreises genau in eine Ecke des Papier. Dann habt ihr automatisch einen rechten Winkel für den 1/4 Kreis. Zeichnet dann vom Mittelpunkt ausgehend erst den inneren Radius ein (13cm) und dann den äußeren (53). Den Teil des Papiers vom Mittelpunkt zum inneren Radius und alles ab dem äußeren Radius könnt ihr abschneiden.

Für die rückwärtige Rockbahn zeichnet ihr jetzt einen Halbkreis auf den Stoff. Nehmt dazu 2x den Papierschnitt, denn 2x 1/4 ergibt 1/2 Kreis. Für die vorderen Rockbahnen zeichnet ihr erst einen Viertelkreis, dann faltet ihr den Papierschnitt längs in der Mitte zusammen und zeichnet den 1/8 Kreis noch mal an den schon eingezeichneten Viertelkreis. Den 1/8-Kreis verändert ihr dann so, dass er am Sattel in voller Länge beginnt und dann im Bogen zum Saum hin weniger wird. Sinn ist es, dass der Überlapp sanft fällt. Damit habt ihr eine Rockbahn. Für die zweite Rockbahn macht ihr das ganze noch mal spiegelverkehrt. Insgesamt habt ihr jetzt einen Halbkreis und zwei 3/8 Kreise. Schneidet diese aus, denkt aber an die Nahtzugabe.

Näht die Viertelkreise an den Halbkreis. Versäubert die Nähte. Säumt den Rockteil (nicht am oberen Ende) am besten mit einem Schmalsaumfuß. Legt den Überlapp (die beiden 1/8 Kreise) so aufeinander, dass die vordere Rockbahn nun nur noch 1/2-Kreis ist. Bei mir ist der Überlapp rechts zu sehen. Beim Originalrock ist er links. Steckt das mit Nadeln fest.

Es wird ein Rock:

Nun näht ihr den Rockteil an den Sattel. Dazu wendet ihr den Sattel auf links und steckt den Rock so in den Sattel, dass die rechten Stoffseiten aufeinander liegen. Zwischen Rockteil und Sattel habe ich noch Spitze genäht. Das könnt ihr in einem machen, oder erst die Spitze an den Rockteil annähen (auf der Nahtzugabe, damit man die Naht später nicht mehr sieht). Näht Rockteil, Spitze und Sattel zusammen und versäubert die Naht.

Säumt den Bund und den Saum vom Futterrock. Näht noch Spitze an den Saum des Futterrockes.

Fertig.

 

Geht auch mit Taschen

Ab und zu habe ich an meinen Röcken auch gerne Taschen. Hier die Methode, wie ich sie nähe. Zuerst zeichnet ihr auf das Papier das normale Sattelschema. Das nenne ich jetzt Sattel Original. Darauf zeichnet ihr ein, wie groß die Tascheneingriffe werden sollen. Meine sind 13cm breit und 9cm hoch. Schneidet diesen Tascheneingriff (linkes Bild, gepunktete Linie) aus - nicht wegschmeißen. Das nenne ich Sattel1. Den braucht ihr einmal aus dem Oberstoff.

Nehmt ein neues Blatt Papier. Zeichnet darauf eine Hälfte des Sattels1. Zeichnet ca. 3cm zur Mitte gehend neben den Tascheneingriff eine Linie parallel zur Seitennaht des Sattels1. Das sollte jetzt in etwa aussehen wie die blaue Markierung in der rechten Zeichnung. Das ist der Taschenbeutel. Den braucht ihr einmal so und einmal Spiegelverkehrt aus Futterstoff.

Nun nehmt ihr ein weiteres Blatt Papier und zeichnet wiederum eine Hälfte des Sattels1. Legt den bereits ausgeschnittenen Tascheneingriff wieder an die Stelle, wo ihr ihn ausgeschnitten habt und zeichnet ihn ein. Dann zeichnet ihr wieder 3cm neben den Tascheneingriff eine Linie parallel zur Seitennaht des Sattels1. Das sollte jetzt in etwas so aussehen wie die rote Markierung auf der rechten Seite. Das ist der untere Teil des Taschenbeutels. Den braucht ihr einmal so und einmal spiegelverkehrt aus dem Oberstoff.

Ihr habt also: 1x Sattel1 aus Oberstoff, 2x Taschenbeutel aus Futter, 2x Unteren Taschenbeutel aus Oberstoff.

Legt den Taschenbeutel rechts auf rechts auf dem Sattel1. Steppt beide am Tascheneingriff (geschwungene obere Linie) zusammen. Wendet den Taschenbeutel nach innen. Bügelt die Naht und steppt die obere Kante des Tascheneingriffes einmal schmal und einmal etwas breiter ab. Am besten so, dass der Taschenbeutel von außen nicht zu sehen ist. Versäubert nun die restlichen Seiten des Taschenbeutels mit einem Zick-Zack-Stich.

Versäubert die Nahtzugaben des Unteren Taschenbeutels mit einem Zick-Zack-Stich.

Zum Schluss näht ihr noch den Taschenbeutel auf den Unteren Taschenbeutel und zwar so, dass die rechte Seite des Futterstoffes und die rechtes Seite des Oberstoffes (vom Unteren Taschenbeutel) aufeinander liegen. Fixiert alle Lagen am Seitenrand mit einem Zick-Zack-Stich in der Nahtzugabe. Klingt etwas wirr - aber wenn ihr die Stoffe einfach mal so hinschiebt, dann wisst ihr was ich meine. Und nun könnt ihr den Rock ganz normal weiternähen. Ich empfinde es im Übrigen als angenehmer, wenn die Taschenbeutel nicht hochrutschen können, daher fasse ich die Nahtzugabe des Taschenbeutel mit ein, wenn ich den Tellerrock annähe.


Tanzröckchen

Jersey-Rock mit schrägem Sattel und Volant.

Material: 1m Jersey querelastisch, Gummiband, Garn, evtl. Jersey-Nadeln, Taschenrechner

Schema Sattel - Schema Volant

Dieser Rock ist sehr schnell und einfach gemacht. Eine Kollegin vom Tanzen hatte einen in der Art an, und ich musste ihn natürlich direkt abkupfern.  Ich arbeite bei Jersey immer mit Jersey-Nadeln, sonst macht meine Maschine einen Fadenwust.

Zuerst messt ihr euren Taillenumfang (bzw. das, wo euer Rock sitzen soll) und den Hüftumfang. Dann messt ihr den Abstand zwischen Taille und Hüfte. Macht euch einen Papierschnitt nach dem Schema Sattel nur halt mir euren Maßen. Da der Jersey sehr dehnbar ist, reicht es, wenn ihr als Verbindung zwischen Taille und Hüfte eine gerade Linie zieht. Verlängert diese Linie an einer Seite. Je mehr ihr verlängert, umso schräger wird der Rock. So, nun habt ihr den Sattel.

Um den Volant auszurechnen, müsst ihr erst einmal messen, wie lang der Sattel unten ist (die Schräge). Diesen Wert teilt ihr durch Pi. Das ist der Radius des kleinen inneren Kreises beim Schema Volant. Zu diesem Wert addiert ihr dann die gewünschte Länge des Volants. Das ist dann der Radius des großen äußeren Kreises. Bei meinen Werten war das: 42,5 : Pi = 14,6 (Radius innerer Kreis) + 15 (Länge Volant) = 29 (Radius äußerer Kreis). Macht aus euren Werten wieder einen Papierschnitt.

Nun legt ihr die Papierschnitte auf den Jersey und schaut, ob der Platz ausreicht. Wenn dem so ist: Schneidet den Sattel einmal wie auf dem Schema und einmal spiegelverkehrt zu. Schneidet den Volant noch nicht aus! Näht den Sattel an den Seitennähten zusammen. Probiert ihn an und guckt, ob alles gut sitzt, oder ob der Sattel vielleicht noch enger muss. Sollte dem so sein, könnt ihr den Volant nämlich jetzt noch entsprechend anpassen. Nehmen wir an der Sattel passt. Versäubert die Seitennähte mit einem Zick-Zack-Stich. Dann nehmt ihr das Gummiband und näht es in leicht gedehntem Zustand mit einem Elastik- oder Zick-Zack-Stich auf die Nahtzugabe des Bundes. Schneidet die Nahtzugabe bis zum Gummi zurück und klappt dann die Nahzugabe samt Gummi nach innen um und näht sie wieder mit einem Elastikstich fest.

Schneidet nun den Kreis für den Volant aus. Der innere Kreis des großen Kreises wird herausgeschnitten, nur eine normale Nahtzugabe gelassen. Nun näht ihr noch den Volant an den Sattel (ich hab es mit einem Elastikstich gemacht) und versäubert die Nahtzugabe. Anschließend säumt ihr den Volant noch. Ich nutze dazu meist einen so genannten Schmal- oder Rollsaumfuß. Der ist normalerweise Standardzubehör bei Nähmaschinen. Wer so etwas nicht besitzt, kann auch einfach nur die Nahtzugabe nach innen umbügeln und festnähen.

Fertig.


Bananenrock

Rock aus 10 Bahnen in Bananenform.

Material: 1m leichter Baumwollstoff (unelastisch), 1 Reißverschluss (ca. 15cm), evtl. 3(?)m Spitzenborte

Vorlage Gesamt oder Vorlage Teil1, Teil2, Teil3 zum Zusammenkleben. Größe ist 36/38, der Umfang liegt bei 73cm (getragen unter Bauchnabel und mit Abnähern), die Rocklänge ohne Spitze bei 43cm.

Schneidet die Vorlage einmal aus Papier zu. Übertragt nun das Schnittmuster 10x auf den Stoff. Wenn ihr meine Vorlage mit der Schrift nach oben auf die linke Seite des Stoffes legt, schwingt der Rock nachher links herum. Macht ihr das spiegelverkehrt, dann schwingt er rechts herum. Ihr müsst euch nur für eine Seite entscheiden und *diese* dann 10x übertragen.

Schneidet die "Bananen" aus, lasst dabei genug Nahtzugabe - vor allem für den Bund. Legt die "Bananen" nun nebeneinander in die gleiche Richtung und steckt sie mit Nadeln fest. Denkt daran, dass später noch der Reißverschluss eingesetzt werden muss - lasst den entsprechenden Teil also noch offen. Nun könnt ihr die Seitennähte zusammennähen.

Markiert an der offenen Stelle, wie lang der Reißverschluss ist. Schließt die Naht bis zu der Stelle. Setzt nun den Reißverschluss ein. Je nach Figur braucht ihr jetzt noch Abnäher. Ich empfehle, diese auf der Rückseite des Rockes anzubringen. Bei meinem Rock habe ich zwei Abnäher mit 1,5cm Breite und ca. 15cm Länge angebracht.

Anschließend schneidet ihr die Nahtzugaben zurück und versäubert sie mit einem Zick-Zack-Stich. Bügelt alle Nahtzugaben in eine Richtung.

Schlagt die Nahtzugaben am Bund zweimal um und näht sie innen fest. Wenn das bei eurem Rock nicht geht, ohne dass es unschön aussieht, könnt ihr auch hier die Nahtzugabe versäubern, nach innen umschlagen und so festnähen. Oder ihr nutzt einfach Schrägband.

Wenn ihr mögt, könnt ihr nun noch Spitze am Saum annähen. Ansonsten könnt ihr den Saum mit Schrägband einfassen oder mit Zick-Zack versäubern und nach innen umschlagen und festnähen.

Fertig.


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